FB 01: Kultur- und Sozialwissenschaften

Textiles Gestalten


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Konsum, Weihnachten und Fairo Moda

Neue Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt

Eine neue Ausstellung „Konsum, Weihnachten und Fairo Moda“ präsentiert das Fachgebiet Textiles Gestalten in der Galerie „Stichpunkt“, Seminarstraße 33-34, Osnabrück bis zum Frühjahr 2020.

Rund 60 neue Kleidungsstücke kaufen deutsche Kunden und Kundinnen durchschnittlich pro Jahr. Viele Teile landen ungetragen in Altkleider-Containern. Vor diesem Hintergrund hat die Studentin Lesley-Ann Baldwin in ihrer Bachelorarbeit ein Konzept für eine nachhaltige Kleider-Tauschbörse entwickelt. Studierende sollen zukünftig Kleidungsstücke ausleihen und tauschen können, anstatt sie wegzuwerfen. Unter dem Namen "Fairo Moda" soll das Projekt in Kürze in den Räumlichkeiten des Textilen Gestaltens in Osnabrück starten. Die Verleihstelle "Fairo Moda" ist Teil des geplanten Moduls "Nachhaltigkeitsmanagement", das in Lehre und Forschung über die umweltschädlichen und sozial unverträglichen Zustände in der Modeindustrie aufklärt und an individuellen und gesellschaftlichen Strategien dem entgegen zu wirken arbeitet.

„Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek – nur mit Kleidung statt mit Büchern," so Lesley-Ann Baldwin.  Baldwin will zudem mit lokalen und überregionalen, nachhaltig produzierenden Jungdesignerinnen und –designern kooperieren. Das Projekt wird in der Lehre zum Thema nachhaltiger Konsum von Prof. Dr. Bärbel Schmidt begleitet.

Erstmals zum Ball der Universität Osnabrück im Januar 2020 soll es Studierenden möglich sein, ihr Ball-Outfit ressourcenschonend zu tauschen. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.

Ausstellungsort: Textiles Gestalten, Galerie „Stichpunkt“, Seminarstr. 33-34, 49074 Osnabrück

Ausstellungsdauer: 2. Dezember 2019 – 31.März 2020

Informationen: Textiles Gestalten, Prof. Dr. phil. Bärbel Schmidt, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Foto: Lucia Schwalenberg

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Erfahrungsort Kleidung

Ausstellung „Kleidung als Erfahrungsort“ in der Galerie „Stichpunkt“

Eine neue Ausstellung „Kleidung als Erfahrungsort“ präsentiert das Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück ab Montag, 21. Oktober für sechs Wochen in der Galerie „Stichpunkt“, Seminarstraße 33-34, Osnabrück. Im Rahmen der Erstsemesterwoche wird die Ausstellung durch Führungen von Studierenden für Studierende ergänzt.

Kleidung ist der uns unmittelbar umgebende Raum, in dem wir leben. Das darin Erlebte bleibt als Erfahrung oder als sichtbare Spur haften. Derart „markierte“ Kleidungsstücke sind Sammelstelle und Konzentrat von existentiellen oder beiläufigen Erlebnissen: Kleidung wird zum „Erfahrungsort“. Das Hemd in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen - ob Unterhemd, Nachthemd, Erstlingshemd, Taufhemd oder Sonntagshemd - ist unserem Körper am nächsten und begleitet uns durch das gesamte Leben. Es ist prädestiniert als „Erfahrungsort“.

Ausgehend von individuell Erlebtem haben Studierende unter Anleitung der Lehrbeauftragten Annette E. Schneider im Textilen Gestalten Grundformen von Hemden ausgewählt und hergestellt. Danach wurden die selbstgefertigten Stücke getragen und die darin gemachten oder erinnerten Erlebnisse dokumentiert. Die so entstandenen Spuren auf der Kleidung wurden durch Nachbearbeitung intensiviert und bewusst gemacht. In einer letzten Phase wurden alle Hemd-Objekte in Teamarbeit zu einer Installation zusammengesetzt.

Führungen mit Studierenden:
Montag, 21.10.2019, 17.30 - 18.00 Uhr
Dienstag, 22.10.2019, 12.00 - 13.30 Uhr
Donnerstag, 24.10.2019, 13.30 - 14.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 21.10. - 30.11.2019

Ausstellungsort:
Universität Osnabrück/Textiles Gestalten, Galerie „Stichpunkt“, Seminarstr. 33-34, 49074 Osnabrück

Beteiligte Studierende: Meike Ammermann, Özdem Kaya Arslan, Marie Fink, Carolin Jankowski, Carolin Krüger, Katharina Lehmann, Anja Leshoff, Tamara Olmer, Lisa Verheyden.

Fotos: Lisa Verheyden (links oben), Lucia Schwalenberg (links unten), Annette E. Schneider (alle weiteren).

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Alles andere als Bandsalat

Ausstellung in der Galerie "Stichpunkt"

Was tun mit alten Kassetten- und Videobändern? Das zeigen Studierende des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück in der Ausstellung "Tape Art goes Textil". Unter Anleitung der Künstlerin Katrin Lazaruk setzten sie sich künstlerisch mit den Bändern auseinander. Die Studierenden strickten, häkelten, nähten, webten und stickten mit den Datenträgern zunächst Arbeitsproben, um die Verarbeitung des Recyclingmaterials zu analysieren.

"Das Kassettenband ist tatsächlich ein wenig störrisch, wenn man es verarbeiten möchte. Zum einen klebt das Band an den Fingern und zum anderen reißt es sehr leicht. Ich habe beispielsweise versucht, das Band mit einer Strickliesel bzw. Strickmühle zu bearbeiten. Das war nicht möglich. Mit etwas Übung gingen die Techniken wie Stricken, Häkeln oder Weben dann aber doch gut von der Hand," so der Textil-Student Kevin-Alexander Büsing, der am Seminar teilnahm. An der Veranstaltung gefiel ihm die gute Anleitung durch die Künstlerin, die die Studierenden in ihren Schaffensprozessen tatkräftig unterstützte und großen Freiraum für Entstehung eigener Produkte ließ.

Die Hauptaufgabe im Seminar bestand darin, eine Maske herzustellen. Als Grundkonstrukt diente ein Nylonstrumpf, auf dem das Kassettenband verarbeitet wurde. "Die individuelle Maske sollte die besonderen inneren Eigenschaften des/der Einzelnen nach Außen tragen und zudem mindestens drei textile Techniken beinhalten. Deshalb beschäftigten sich die Studierenden im ersten Schritt zunächst mit sich selbst, mit ihren Eigenschaften, Charakterzüge und ihrer Außenwahrnehmung, bevor sie im zweiten Schritt Skizzen erarbeiteten, in denen sie ihre besonderen inneren Merkmale künstlerisch darstellen und schließlich textil umsetzten," so Katrin Lazaruk.

Für die Ausstellung wurden die fertigen Masken am Ende des Seminars fotografisch inszeniert.

Foto: Katrin Lazaruk.

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Traditionelle Textilhandwerke

Weltkulturerbe Blaudruck und Stipwerk: Ausstellung in der Galerie "Stichpunkt!"

Der Blaudruck in Deutschland ist Dank des Einsatzes des Blaudruckers Georg Stark aus Jever am 28. November 2018 in die UNESCO-Liste des Immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen worden. Im Frühjahr 2018 gelang es Georg Stark Gelder einzuwerben für eine kooperative Wanderausstellung zum Blaudruck und zum holländischen Stipwerk, das auf der niederländischen Weltkulturerbeliste verzeichnet ist. Bis Ende April sind Werke von Textilstudierenden der Universität Osnbrück zu diesem Thema nun in der Galerie „Stichpunkt!“ an der Seminarstraße 33 in Osnabrück zu sehen.

Mitte 2018 trat der Blaudrucker mit dem Anliegen, Exponate für ein junges Publikum zu kreieren, an das Fach Textiles Gestalten der Uni Osnabrück heran, das diese Idee sofort aufgriff. Im Wintersemester 2018/19 setzten sich Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Bärbel Schmidt und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Christine Löbbers im Seminar „Weltkulturerbe: Blaudruck und Stipwerk“ mit den beiden historischen Handwerkstechniken auseinander. Im Fokus stand die Überlegung, wie diese beiden Techniken im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden bzw. welche Produkte helfen können, beide Techniken in unser Alltagsbild zurück zu holen.

Als Einstieg diente der Besuch in der Starkschen Blaudruckwerkstatt in Jever. Der Handwerker erörterte den Studierenden beide Verfahren mit großer Leidenschaft und Engagement. Nach diesem inspirierenden Ausflug in die Welten des Blaudruckens und Stipwerks stürzten sich die Textilstudierenden mit immer wieder neuen Ideen in die Planungs- und Umsetzungsarbeiten. Trotz des vorhandenen Zeitdrucks - die Objekte sollten bereits im November 2018 im Textile Research Centre in Leiden ausgestellt werden - kannte der Schaffensdrang keine Grenzen.

So ist es kein (blaues) Wunder, dass zahlreiche, moderne Kleidungsstücke und Arbeiten aus den Blaudruckstoffen entstanden sind, die der Blaudrucker eigens nach den Wünschen der Studierenden hergestellt hatte. Die Niederländer versorgten die Studierenden ebenfalls mit einem Konvolut an Stipwerk-Stoffen. Sich der Wertigkeit der Stoffe bewusst, entwickelten die Studierenden Objektideen selbst für kleinste Stoffstückchen, um die wertvollen Textilien nahezu vollständig zu verarbeiten und im Zero Waste Verfahren der Nachhaltigkeit gerecht werden.

Nach den Präsentationen im Textile Research Centre in Leiden und der Blaudruck-Werkstatt in Jever sind die studentischen Arbeiten gemeinsam mit Arbeiten des Stoffdruckers bis Ende April 2019 in der Galerie "Stichpunkt!" zu sehen. Im April wird Georg Stark in einem Vortrag Einblick in die Welt des Blaudruckens geben.

An der Ausstellung mitgewirkt haben Julia Falke, Gesche Hillmann, Marie-Theres Kempermann, Ann-Kathrin Leimkuhle, Caroline Polaczyk, Naina Reuter und Julia Schaller.

Foto: Prof. Dr. Bärbel Schmidt

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Bluejeans: Mythos oder Marketing

Ausstellung in der Galerie Stichpunkt

Die Bluejeans gehörten 1968 nicht unbedingt zum Outfit politischer Aktivisten, auch wenn die Werbung sie Jahre später zur ‘Revoluzzerhose’ machte. Die Protagonisten der Protestbewegung waren eher konventionell gekleidet.

Erst in den 70er Jahren wurden die Bluejeans für viele Jugendliche zum begehrten Kleidungsstück, mit dem sie sich gegen enge, bürgerliche Konventionen ihrer Zeit auflehnen wollten.

Heute sind die Bluejeans weltweit Massenware. In der Osnabrücker Innenstadt tragen an manchen Tagen bis zu 70% der Passantinnen und Passanten eine Bluejeans. Was bringt so viele Menschen in unserer augenscheinlich individualisierten Welt zu dieser freiwilligen Uniformierung? Gehen sie der Jeanswerbung auf den Leim, die Bluejeans mit alten Klischees und neuen Details zum modischen Dauerbrenner macht? Oder entscheiden sich viele Menschen einfach nur für unempfindliche, strapazierfähige Hosen, die zu allem passen?

Die englischen Anthropologen Sophie Woodward und Daniel Miller kommen auf Grund einer Fallstudie in London zu einem ganz anderen Schluss. Sie sehen Bluejeans heutzutage vor allem als ein ‚neutrales’ Kleidungsstück, dass es erlaubt, unauffällig und unerkannt in der Masse unterzutauchen. Eine interessante These angesichts einer unsicher gewordenen Welt und Menschen voller Zukunftsängste, in der ein persönliches Statement höchstens noch auf Instagram gewagt wird und Provokationen schnell gefährlich werden können.

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Ein T-Shirt namens "Che" - Facetten einer Ikone

Eine Ausstellung in der Schaufenstergalerie Stichpunkt zeigt die Ergebnisse der Studierenden aus der Veranstaltung „Hilfe, mein T-Shirt kann sprechen“ unter der Leitung von Reiner Wolf. Das Seminar im Sommersemester 2018 ist Teil der Reihe "Protest und Aufbruch -' 68'" in Osnabrück.

Die Exponate verdeutlichen den historischen Wandel, den das Konterfei des ehemaligen argentinischen Guerillakämpfers „Che“ Guevara seit seiner Exekution 1967 in Bolivien durchlaufen hat. Das Antlitz avancierte zur Identifikationsfigur für eine politisierte westliche Jugend, die den Aufstand probte. Der Bedeutungsgehalt des Che-Motivs löste sich im Laufe der Zeit von seinem politischen Bezug und stand für ein allgemeines Freiheitsgefühl.

Finissage: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18 Uhr.

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Gedankenbild - Zeichensprache - Modebild

Ausstellung in der Galerie Stichpunkt

In der Ausstellung “Gedankenbild - Zeichensprache - Modezeichnen“ zeigen Studierende des Textilen Gestaltens in den neuen Erweiterungsräumen der Galerie Stichpunkt zeichnerische Entwurfskonzepte und deren Entwicklun. Die Arbeiten sind im gleichnamigen Seminar unter der Leitung von Annette E. Schneider entstanden.

Die Bleistiftzeichnungen spiegeln den inneren gestalterischen Prozess wieder.

Jeder Gestaltungsprozess beginnt mit einem Gedanken - einem inneren Bild oder eben Gedankenbild. Dieses Gedankenbild muß übersetzt werden in  die Sprache der Zeichen, um sichtbar zu werden. Mittels dieser Zeichensprache wird das innere Gedankenbild sozusagen bekleidet und setzt Entwurfs-Konzeptionen frei. So entstehen Modezeichnungen, die diesen Prozess visualisieren.

Bestandteil des Seminars sind außer der künstlerischen Arbeit die Ausstellungskonzeption sowie die Flyer- und Plakatentwürfe.

Die Eröffnung mit Einführung am Donnerstag, den 18.10.18 um 18.30 Uhr in der Galerie Stichpunkt, Foyer Seminarstr. 33, Gebäude 04/Raum E01.

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