FB 01: Kultur- und Sozialwissenschaften

Textiles Gestalten


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"Mode für jeden - inklusive Modenschau"

Inklusion - ein Wort was heutzutage in aller Munde ist. Aber was verbirgt sich in der Praxis hinter diesem Wort und was bedeutet es für unsere Gesellschaft? Inklusion - Teilhabe von Anfang an - geht nicht mehr von einer Norm, sondern von einer menschlichen Vielfalt aus. Jeder Mensch hat eigene Schwächen, Stärken und Charaktereigenschaften, die ihn auszeichnen und zu einem Individuum machen. Um dem Ziel der Inklusion einen Schritt näher zu kommen, fand im Winter 2016/17 das Seminar "Mode für jeden - inklusive Modenschau" an der Universität Osnabrück unter Leitung von Frau Prof. Birgit Haehnel statt. In Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk St. Georg e.V., Wohnverbund Katharinenstift in Ascheberg, nähte eine Gruppe Studierender des Faches Textiles Gestalten mit Klientinnen und Klienten des tagesstrukturierenden Bereiches des Katharinenstifts und des arbeitstherapeutischen Bereichs "Das Werkhaus" Kleidung und präsentierte diese in einer abschließenden Modenschau.

Das erste Treffen zwischen Studierenden und den Mitarbeiterinnen des Sozialwerkes (Dipl. Päd. Birgit Leibrandt, Mitarbeiterin der internen Tagesstruktur und Lehrbeauftragte für das Seminar "Basiskurs Inklusion" sowie Ina Jensen, ehrenamtliche Mitarbeiterin) fand in der Universität statt. Da dieses Seminar das erste seiner Art, nicht nur für den Bereich Textiles Gestalten, sondern auch für das Sozialwerk, war, wurden zunächst Informationen ausgetauscht. Frau Leibrandt stellte das Gesamtunternehmen Sozialwerk St. Georg e.V. sowie Aufgaben und Ziele der Arbeit mit Menschen mit Assistenzbedarf vor. Hierbei erfolgte auch die Planung und schrittweise Umsetzung der Kleidungsstücke, die die Studierenden mit den Klienten und Klientinnen herstellen wollten.

Die darauffolgenden nächsten zwei Treffen fanden im Katharinenstift in Ascheberg statt, bei denen die Studierenden gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten in der Tagesstätte und im Werkhaus an der Herstellung der Kleidung arbeiteten. Nach einem kurzen Kennenlernen und Einblick in die beiden Arbeitsbereiche, ging die Arbeit direkt los. Ponchos, Umhänge und Accessoires wurden gemeinsam hergestellt und man lernte sich gegenseitig zu unterstützen. Während die Zusammenarbeit zu Anfang etwas zurückhaltend ausfiel, gestaltete sie sich im Laufe der Zeit zunehmend reger.

Da am ersten Tag schon die meisten Kleidungsstücke fertiggestellt wurden, konnten die Studierenden sich beim zweiten Treffen voll und ganz auf die Modenschau konzentrieren, die am Nachmittag vor Publikum stattfinden sollte. Wie es sich für eine richtige Modenschau gehört, wurde am Vormittag geprobt, das Fitting und die letzten Änderungen fanden statt, die Models hatten Laufstegtraining und kamen in die Maske. Am Nachmittag füllte sich nun langsam die Tagesstätte und die Gäste aus dem Werkhaus trafen ein, um sich die Ponchos, Kleider und andere Kleidungsstücke anzusehen. Zu poppiger Musik liefen die Studierenden nun zusammen mit den Klientinnen und Klienten des Sozialwerks über den "Laufsteg" und präsentierten die eigens hergestellten Stücke. Alle hatten sichtlich Spaß, genossen den Beifall und ließen den restlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gesellig ausklingen.

Die Interaktionen und gemeinsame Zeit zwischen Studierenden, Klienten und Klientinnen gewährten Einblicke, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann. Eine weiterführende und langanhaltende Kooperation zwischen Universität und dem Sozialwerk St. Georg e.V. Ascheberg wäre daher für beide Seiten eine Bereicherung. Denn schließlich ist das Ziel der Inklusion nur gemeinsam zu erreichen!

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