FB 01: Kultur- und Sozialwissenschaften

Textiles Gestalten


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Topinformationen

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Workshop Pflanzenfärben mit Anne Hederer

Von A wie Avocado bis Z wie Zwiebelschale

"Die Farben der Natur" war der Titel eines Workshops zum Pflanzenfärben mit Anne Hederer, Textildesignerin und Werkstattleiterin an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. In vier intensiven Tagen experimentierten Studierende des Textilen Gestaltens der Universität Osnabrück mit Pflanzen wie Walnuss, Malve, Sonnenhut oder Birke in unterschiedlichen Färbeverfahren.

Zunächst hieß es, Pflanzen aus dem eigens angelegten Färbepflanzenbeet im Botanischen Garten der Universität Osnabrück zu ernten. Das Färbepflanzenbeet war durch eine fruchtbare inneruniversitäre Kooperation mit dem Fachbereich Biologie entstanden. Ein herzlicher Dank geht an Prof. Dr. Nico Dissmeyer als stellvertretendem Leiter des Botanischen Gartens und an Yvonne Bouillon als der technischen Leiterin, die dem Textilen Gestalten eine eigene Beetfläche ermöglichten. Das Färbepflanzenbeet war von Frühjahr bis Sommer von Textilstudierenden mit Färbepflanzen eingesät, gehegt unf gepflegt worden.

Die Ernte aus dem Botanischen Garten erweiterte Anne Hederer für den Workshop mit einer reichen Schatztruhe voller pflanzlicher Färbemittel, aus der die Studierenden für die Experimente und Versuchsreihen schöpften. So entstanden tiefe Rottöne aus Krapp, zartes Nude aus Avocado, leuchtendes Gelb aus Sonnenhut oder Birke, warme Brauntöne aus Walnuss und zarte Töne aus Tagetes. Sogar Schwarz als schwierigste aller Färbungen gelang im Experiment. 

Anne Hederer führte die Studierenden systematisch ein in die Grundlagen der Kalt- und Warmfärbungen, Bundle-Dying und Shibori-Techniken mit faszinierenden Ergebnissen. Die Versuchsreihen galt es in Färbetagebüchern und Messreihen festzuhalten.

Der Kurs wurde ergänzt durch einen parallelen Workshop zur Makerculture mit Lucia Schwalenberg, sodass die Studierenden simultan für ihre Webexperimente Garne im Färbekurs einfärben konnten.

Ein Workshop, für den sich die Studierenden begeistert eine Fortsetzung wünschten: Herzlichen Dank für den ansteckenden Enthusiasmus an Anne Hederer.

Kursleitung: Anne Hederer

Fotos: Lucia Schwalenberg

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Young Professionals

Textiles Gestalten in Nachwuchsausstellung

Die Handwerksform Hannover zeigt eine Ausstellung "Young Professionals" mit Arbeiten junger Kreativschaffender. Textil-Studierende der Universität Osnabrück präsentieren ihre Arbeiten aus dem Beiderwandprojekt, einer Kooperation mit der Museumsweberei in Meldorf. Die Handwerksform möchte mit der Ausstellung der Öffentlichkeit die Vielseitigkeit, Innovationskraft und gestalterische Kraft von jungen Künstler:innen und Studierenden zeigen. Neue Lösungen im Umgang mit Material, Ausgefallenes, Experimentelles und Unkonventionelles aus den Werkbereichen Textil, Holz, Keramik, Glas, Schmuck, Silbergerät und Spielzeug sind in der Ausstellung als Exponate vertreten. Zeitgleich werden in der Ausstellung Exponate der Young Collection gezeigt, die vom Bundesverband Kunsthandwerk erstmalig zusammengestellt wurde.

Eröffnung: 16.09.2022, 20-22 Uhr durch Thomas Gehre, Präsident der Handwerkskammer Hannover und Dr. Sabine Wilp, Leiterin der Handwerksform Hannover

Ausstellungsdauer: 17.09.-15.10.2022

Führungen: 29.09.2022, 16.30 - 17.30 mit Dipl. Des.in Lucia Schwalenberg mit besonderem Augenmerk auf den Arbeiten der Textil-Studierenden der Universität Osnabrück. 13.10.2022, 16.30 - 17.30 mit Dipl. Des. Rüdiger Tamm.

Ort: Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, 30175 Hannover

Öffnungszeiten: Di-Fr 12-19.00, Sa 12-17.00

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Dipl. Des.in Lucia Schwalenberg lucia.schwalenberg@uni-osnabrueck.de

Fotos: Handwerksform Hannover (links und Mitte), Lucia Schwalenberg (rechts)

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Study TalkTextil

Textiles Gestalten: Informationen von Studierenden für Studieninteressierte

Study TalkTextil ist ein Angebot von Studierenden für Studieninteressierte zum Studium des Textilen Gestaltens an der Universität Osnabrück. Das offene Angebot richtet sich an alle Studieninteressierten des Textilen Gestaltens während oder nach dem Abitur, einem Freiwilligenjahr oder einer Neuorientierung im Studium.

Die Gespräche mit Studierenden des Textilen Gestaltens finden online über BigBlueButton statt und dienen zur Vertiefung oder zur Vorbereitung einer Studienberatung.

Termine und Zugangslink über studytalktextil@uos.de

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de; allgemeine Studienberatung https://www.zsb-os.de/

Fotos: Lucia Schwalenberg

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Scientiests for Future Osnabrück

(Mode) Leihen statt kaufen: Vorstellung des hochschuldidaktischen Kleidungsverleihs Fairo Moda

Der hochschuldidaktische Kleidungsverleih Fairo Moda ist das Thema eines Vortrages von Lesley-Ann Baldwin bei Scientists for Future Osnabrück. Bei Fairo Moda können sich Studierende und Angehörige der Universität Osnabrück Damenoberkleidung leihen. Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek, nur mit Kleidung statt Büchern. Die Intention der Studierendenunternehmung Fairo Moda ist es, einen alternativen textilen Konsumgedanken an unserer Hochschule zu prägen.

Der Vortrag ist Bestandteil einer Veranstaltungsreihe von Scientists for Future zu Klimawandel und Klimaschutz. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten zu einer nachhaltigen Lebensweise zugänglich zu machen. Die Vorträge behandeln neben technischen Lösungsmöglichkeiten (z. B. zu erneuerbaren Energien) rechtliche, wirtschaftliche und soziale Aspekte, die für die politische Umsetzung und Schaffung struktureller Voraussetzungen für einen effektiven Klimaschutz wesentlich sind.

Datum: 18. Mai 2022

Uhrzeit: 19.00 - 21.00 Uhr

Ort: Universität Osnabrück/Gebäude1/Hörsaal E01, Kolpingstr. 7, Osnabrück

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de; Lesley-Ann Baldwin lesley-ann.baldwin@uni-osnabrueck.de

Foto: Lesley-Ann Baldwin

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Tischgespräche

Textil-Studierende zeigen Arbeiten im Atelier Paletot Mode im Loft

Studierende des Fachgebietes Textiles Gestalten zeigen Semesterarbeiten unter Leitung von
Annette E. Schneider im Atelier Mode im Loft. Die textilen Objekte entstanden im Wintersemester im Seminar " Tischdecke - Gedeckter Tisch - Tischgespräche". Inhalt des Seminars war das Thema Gemeinsamkeit und die Zusammenkunft am Tisch zum Essen, Austausch und Gespräch. Ausgangsmaterial war weiße, gebrauchte Tischwäsche. Werkzeuge waren Nähmaschine und Nähnadel. Aus den individuellen Arbeiten entstand eine gemeinsame Ausstellung.

Datum: 12. Juni 2022

Uhrzeit: 11.30 - 16.00 Uhr

Eröffnung: 11.30 Uhr mit Einführung und Rundgang, Solidaritäts-Aktion zu Gunsten der Flüchtlingshilfe EXIL e.V. Osnabrück

Ort: Paletot Mode im Loft, Martinihöfe, Martinistraße 82 – 88, 49078 Osnabrück

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Flüchtlingshilfe wird gebeten.

Studierende: Vanessa Birke, Nadine Buitkamp-Wittrock, Carlotta Gödeker, Katharina Kortlücke, Rebecca Röhrs, Elena Rohsmannek

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Foto: Annette E. Schneider

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Blue Jeans

Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück eröffnet

"Blue Jeans heute - Umweltsünden und die Suche nach nachhaltigen Alternativen" so lautet der Titel des Themenraums, den Textilstudierende der Universität Osnabrück für eine Blue Jeans-Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück gestaltet haben. Die Co-Kuratorin der Ausstellung, Anne Marie Juli, hinterfragt gemeinsam mit Studierenden des Textilen Gestaltens die Schattenseiten der Jeans-Produktion, das System der Nachhaltigkeitssiegel und beleuchtet textile Innovationen und  Wiederverwendung. Die Exponate der Studierenden ergänzen die künstlerische und inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Blue Jeans.

In der Schau vertreten sind u. a. künstlerische Positionen von Ian Berry, Hans Eijkelboom und Wang Bing genauso wie ein Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert des Künstlers "Der Meister der Blue Jeans", das eine bettelnde Frau mit zwei Kindern in einem Rock aus Blue Jeans-Gewebe zeigt. Werbeplakate und Fotografien mit Prominenten in Blue Jeans von Marilyn Monroe über Joseph Beuys bis James Dean und Darstellungen von amerikanischen Goldminenarbeitern oder Cowboys erweitern die Ausstellung bis 10. Juli 2022.

Der Eintritt für Studierende der Universität als Kooperationspartnerin der Ausstellung ist frei.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11-18.00 Uhr, Samstag und Sonntag/Feiertag 10-18.00 Uhr

Ort: Museumsquartier Osnabrück, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Fotos: Lucia Schwalenberg

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3. Netzwerktreffen der Studien- und Berufsberater:innen

Das Fachgebiet Textiles Gestalten stellt sich vor

Beim 3. Netzwerktreffen der Studien- und Berufsberater:innen der RD NSB und benachbarter Agenturen am 04. Mai 2022 stellten Alexandra Wilker und Lesley-Ann Baldwin erfolgreich das Textile Gestalten als attraktives Studienfach für Studieninteressierte vor.

Hier die wichtigsten Informationen aus dem Kurzvortrag:

 Flyer Textiles Gestalten

 Online-Führung des Textilen Gestaltens

 Power Point Präsentation vom 04.05.2022

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de / Alexandra Wilker alexandra.wilker@uni-osnabrueck.de

Foto: Lucia Schwalenberg

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Universitätsgesellschaft Osnabrück

Förderung für Dissertationsprojekt im Textilen Gestalten

Unter dem Leitgedanken "Wir beflügeln Ideen" unterstützt die Universitätsgesellschaft Osnabrück e. V. akademischen Nachwuchs und Forschungsprojekte von Studierenden und Lehrenden der Universität Osnabrück. Ziel ist es, besondere Forschungsleistungen zu fördern und sichtbar zu machen.

Im Textilen Gestalten fördert die Universitätsgesellschaft das Dissertationsprojekt "Die Beiderwandweberei Meldorf als textiler Erinnerungsort". Das Dissertationsprojekt unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Lucia Schwalenberg unter der Betreuung von Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt erforscht die Geschichte und den Musterschatz der Museumsweberei in Meldorf.

Bestandteil dieser Beiderwandweberei ist ein historisch gewachsener Musterschatz mit komplexen Jacquardkartenläufen, historischen Webstühlen, Maschinen und Geräten sowie einem Archiv an Gewebezeichnungen und Musterproben. Beiderwand ist eine komplexe Gewebetechnik mit bildhaften Musterungen, für die Jacquardwebstühle verwendet werden. Ziel der Gründung der Museumswerkstatt in Meldorf waren Erhalt und Weitergabe des Wissens der komplexen Technik der Weberei. Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Analse der Quellen zur Entstehung der Museumswerkstätten, des Musterarchivs und der technischen Geräte.

Ziel ist es aufzuzeigen, welche Relevanz und welches Potential diese Museumsweberei für die Weitergabe textiler Kultur hat. Im Kern geht es darum aufzuzeigen, ob und wie textile Erinnerungsorte zum Erhalt, der Weitergabe und der Zukunft textiler Kultur und textilen Wissens beitragen.

Osnabrück hat mit seiner Geschichte als Leinenlegge und der Nachbarschaft zur Tuchmacherregion Bramsche einen starken textilhistorischen Bezug. Die Universität verfügt im Fachgebiet Textiles Gestalten über eine exzellente technische Ausstattung, zu der - einzigargtig für ein lehramtsausbildendes Fachgebiet in Deutschland - ein historischer Lochkartenjacquard inklusive Kartenschlagmaschine genauso gehören wie die neueste Technologie des Digitaljacquards.

Herzlichen Dank für die Bewilligung des Förderantrages für die Archivrecherchen im Rahmen dieses Dissertationsprojektes an die Universitätsgesellschaft Osnabrück.

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de / Dipl. journ.in / Dipl. des.in Lucia Schwalenberg, lucia.schwalenberg@uni-osnabrueck.de

Universitätsgesellschaft Osnabrück e. V.

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Hohe Schneiderkunst

HOHE SCHNEIDERKUNST

Neue Ausstellung in der Stichpunktgalerie des Textilen Gestaltens

Die Ausstellung HOHE SCHNEIDERKUNST in der Galerie Stichpunkt zeigt die Kooperation des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück und der Draiflessen Collection Mettingen.

In zwei Seminaren im Sommersemester 2021 arbeiteten Studierende mit unterschiedlichen Ausgangspunkten zum Thema: der hohen Schneiderkunst.

Im Seminar „Vom schrägen Fadenlauf zum klassischen Tailleur“, betreut von Christine Löbbers ließen sich Textilstudiernde von großen Couturières wie Madame Grès, Madeleine Vionnet, Christian Dior und Cristóbal Balenciaga inspirieren. Sie fertigten nach detaillierter Recherche eigene, beeindruckende Entwürfe an. Sie experimentierten, ahmten Techniken nach und erprobten handwerkliche Finessen an ihren Kleidungsstücken. Diese wurden in einer Ausstellung im Forum der Draiflessen Collection Mettingen neben den Originalen der Designer*innen gezeigt. Die Konzeption der Ausstellung wurde im zweiten Seminar „Hohe Schneiderkunst - 4 Modeschöpfer*innen - 4 Kleider - 4 x 4 Studierende“ unter museumspädagogischen Aspekten bei Dr.in Maria Spitz erarbeitet.

Vier der im Seminar entstandenen Kleidungsstücke sind aktuell in der großen Galerie zu sehen, weitere Modelle werden im Laufe der Ausstellung gezeigt. In der kleinen Galerie wird ein Einblick in die Arbeitsweisen der hohen Schneiderkunst gegeben.

Weitere Impressionen zur Ausstellung in der Draiflessen Collection auf der Homepage des Fachgebietes Textiles Gestalten: www.textil.uni-osnabrueck.de/ueber_uns/aktuelles.html.

Text und Foto: Anja Leshoff

Ausstellungsort: Schaufenstergalerie Stichpunkt, Seminarstr. 33-34, 49074 Osnabrück

Ausstellungszeitraum: 21.01. - 31.03.2022

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

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Gastvortrag Yvonne Röhrich

Erfahrungsbericht aus dem Textilunterricht in der Grundschule

Das Textile Gestalten lädt am 12. Januar 2022 um 16.00 Uhr zu einem Online-Vortrag mit Yvonne Röhrig zum Thema "So geht das - Textilunterricht heute" ein.

Yvonne Röhrig ist seit vielen als Lehrkraft in einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen tätig und gilt über die Landesgrenze hinaus als Expertin für digitalen Unterricht. Im Fachgebiet Textiles Gestalten bietet sie seit einigen Jahren erfolgreich Seminare zum digitalen Textilunterricht an.

Yvonne Röhrich wird in ihrem Vortrag darauf eingehen, wie der heutige Textilunterricht in der Grundschule aussieht. Dabei wird sie im ersten Teil aus ihrem Schulalltag berichten und Themen wie Digitalisierung, Inklusion und individuelle Förderung streifen. Im zweiten Teil erhalten vor allem die Studierenden die Möglichkeit, Fragen an die Referentin zu stellen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem Vortrag teilzunehmen über folgenden Link: https://webconf.uni-osnabrueck.de/b/pro-swc-mkw-jkb. Zugangscode: 977815.

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt, Baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Foto: Lucia Schwalenberg

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Gastvortrag Mareike Alexander

Erfahrungsbericht einer Alumni

Mareike Alexander, die ihren Bachelorabschluss an der Universität Osnabrück und den Master Kulturanthropologie des Menschen in Dortmund erfolgreich absolviert hat, wird am 14.01.22 um 14.00 Uhr in einem halbstündigen Online-Vortrag über ihre Berufserfahrungen nach dem Studium berichten. Sie arbeitet als Kostümschneiderin im Musical König der Löwen, ist als Textilkünstlerin tätig und unterstützt seit mehreren Jahren als Lehrbeauftragte das Textile Gestalten mit Themen wie „Eintauchen in die Welt des Figurentheaters. Die Vielfalt der künstlerischen Umsetzung entdecken, erfinderisch sein und mit Mut zeitgenössisch und kunstvoll inszenieren.“

Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem Vortrag über folgenden Link teilzunehmen: studip.uni-osnabrueck.de/plugins.php/meetingplugin/room/index/e1c051a05ca29bf27f8d725f264c5e4a/fa8b931092cd8fdfa25c9fae53ec64c5

Weitere Informationen: Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt, Baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Foto: Mareike Alexander

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Weihnachten 2021

Das Corona-Virus hielt uns 2021 weiter in Atem. Die Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten durften im Sommersemester den Campus und die Gebäude nur für genehmigte Seminare betreten. In der Regel führten wir die Veranstaltung in digitaler Echtzeit durch. Wir fanden uns alle in die neue Normalität mit dem Corona-Virus ein – auch wenn es surreal anmutete. Begriffe wie Alltagsmaske, Abstand, Quarantäne, 3-G-Regel gingen in unseren Sprachgebrauch ein. Für uns alle stand nach anderthalb Jahren strikter Risikoverordnungen fest, dass wir echte Begegnungen und Erlebnisse mit unseren Mitmenschen brauchen – und dies ganz besonders im Studium. So war die Freude auf allen Seiten groß als es hieß, dass die Veranstaltungen im Wintersemester unter hohen Sicherheitsvorkehrungen zumindest teilweise wieder in präsenter Form stattfinden können. Als oberstes Ziel galt der Schutz der Studierenden und Mitarbeiter*innen.

Ich bedanke mich bei allen Studierenden und Mitarbeiter*innen, die sich gemeinsam mit uns den Herausforderungen stellen und die Aufgaben mit Engagement und Kreativität lösen.

Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen wünsche ich allen Studierenden und Leser*innen unserer Homepage ein frohes, gesundes Weihnachtsfest.

Erholen Sie sich gut und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Mit weihnachtlichen Grüßen

Bärbel Schmidt

Herzlichen Dank für die Gestaltung dieses wunderbaren Weihnachtsfensters an Christine Löbbers und Jürgen Menkhaus!

Foto: Bärbel Schmidt

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Ersti-Begrüßung für das Wintersemester 2021/22

Stand von Fairo Moda in der Osnabrückhalle

Nach drei digitalen Coronasemestern freuen sich alle Lehrenden und Studierenden im Fachgebiet Textiles Gestalten über die Begrüßung der neuen Erstsemester vor Ort in der Universität in Präsenz. Die Ersti-Begrüßung in der Osnabrückhalle war ein großer Erfolg. Der Stand von Fairo Moda war bestens besucht.

Bei Fairo Moda haben Studierende und Mitarbeiter:innen der Universität Osnabrück seit Juni diesen Jahres die Möglichkeit, Kleidung auszuleihen, anstatt sie zu kaufen.

Die Projektidee Fairo Moda entstand im Rahmen des Bachelorstudiengangs Bildung, Erziehung und Unterricht im Fachgebiet Textiles Gestalten an der Universität Osnabrück. Innerhalb der Kontexteprüfung zum Thema: Konsum – Ökologie – Produktion ein Zusammenhang? wurde der Kleidungsverleih zum ersten Mal vorgestellt. Das Konzept wurde daraufhin aufbauend in einer Bachelor- sowie einer Masterarbeit weiter ausgereift.

Neben dem Verleih von Kleidung bietet Fairo Moda außerdem Beratung, wissenschaftliche Vorträge, praktische Workshops und Platz zum kommunikativen Austausch zur Nachhaltigkeit bzw. zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Ziel ist, das Thema Nachhaltigkeit im Bereich Slow Fashion an der Universität zu etablieren und so ein größeres Bewusstsein über die in der Regel sozial, ökologisch und ökonomisch bedenklichen Produktionsbedingungen der Modeindustrie zu erreichen. Die Hoffnung ist, dass das Wissen um die Herstellung der Kleidung eine nachhaltige Handlungsweise sowie ein geändertes Konsumverhalten beim (Neu)Kauf von Kleidung nach sich zieht.

Fairo Moda hat die Intention, zu einem Ort für interdisziplinäres Lernen, Lehren, Denken und Arbeiten an der Universität Osnabrück zu werden. Durch seine Praxisnähe trägt die Studierendenunternehmung zu einer innovativen curricularen Entwicklung der Lehre und Forschung und so langfristig zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit bei. Ein Modul ist in Planung, das die Studierendenunternehmung wissenschaftlich unterfüttert und durch sein duales System, bestehend aus Wissenschaft und Unternehmung, eine Fülle an theoretischen sowie praktischen Lern- und Lehrerfahrungen bereit hält. Durch dieses neue Modul könnte eine Wahlmöglichkeit für Studierende aus rund 30 Fächern an der Universität Osnabrück entstehen.

Im Wintersemester findet das erste Seminar statt, das an Fairo Moda anlehnt. An dieser Stelle soll das geplante Modul durch die Partizipation von Studierenden weiterentwickelt werden, um ihre Bedürfnisse im vollen Umfang zu berücksichtigen.

Weitere Informationen: Prof.in Dr. Bärbel Schmidt, 0541 969-4217, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Lesley-Ann Baldwin, lebaldwin@uni-osnabrueck.de

Fotos und Text: Lesley-Ann Baldwin

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Kooperationsreise nach Finnland

Textile Studies, Craft Education and Makerspaces

Drittmittelförderung durch Niedersächsisches Kultusministerium

Textile Studies, Craft Education und Makerspaces war der Kern einer Kooperationsreise des Textilen Gestaltens nach Finnland zu dortigen Hochschulen und Institutionen. Das Niedersächsische Kultusministerium unterstützt das Kooperationsprojekt mit Fördermitteln aus dem Programm INTENSIVinternational zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit in voller Höhe von 10.000 Euro. Das Projekt wird nun mit einer Konkretisierung der Zusammenarbeit und dem Ausloten von Kooperationsmöglichkeiten zwischen finnischen Hochschulen, der Universität Osnabrück als niedersächsischer Hochschule und dem niederländischen Textile Research Centre in Leiden fortgesetzt.

Internationalisierung ist ein Schwerpunktthema im Strategieprozess der Universität Osnabrück. Ziel ist die Steigerung des Austausches und die Generierung internationaler Nachwuchswissenschaftler*innen. Unter Berücksichtigung von Forschungsschwerpunkten sollen Forschungslandschaften mit einzelnen Ländern aufgebaut werden. Vor dem Hintergrund des Bildungsauftrages und der gesellschaftlichen Verantwortung der Universität gilt das besonders für Lehramtsstudiengänge. Ziel ist die Erhöhung der Standortattraktivität  in der internationalen Hochschullandschaft und die Gewinnung von internationalen Studierenden und Wissenschaftler*innen.

Das Fachgebiet Textiles Gestalten an der Universität Osnabrück bildet für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen aus. Damit kommt dem Fachgebiet eine besondere Aufgabe in der Bildung für nachhaltige Erziehung und in gestalterischen Kompetenzen zu. Die nordischen Länder haben in der gestalterischen Bildung ein weit über die Schulbildung hinausgehendes Verständnis in Form einer sogenannten Craft Education. Das Ziel ist lebenslanges Lernen als generations-, kultur- und disziplinübergreifendes Bildungskonzept. Besonderen Ausdruck findet diese Craft Education neben der Ausbildung an Universitäten in partizipatorischen Makerspaces. Internationale Ansprechpartner*innen sind in Finnland Universitäten in Rovaniemi, Turku/Rauma und Helsinki/Eespo.

Ein Bericht über die Reise bei Digital Weaving Norway: Finland Travel Diaries: Textile Studies, Craft Education and Makerspaces

Bildtext: Aalto University/Entrance hall; University Helsinki: Weaving Workshop with Prof. Pirita Seitamaa-Hakkarainen and Prof. Sirpa Kokko; Urs Dierker explaining his circular costume design to Prof. Bärbel Schmidt; Gloves/Local Heritage Museum Rovaniemi; Makerspace Völtila/Pirita Lauri with Digitaljacquard TC2; handwoven woolen Ranuus/Local Heritage Museum Rovaniemi; University Turku/Rauma Campus/Craft Teacher Education; Jätermateraalikengät/Ana Nuutinen/Art Exhibition by staff from University of Lapland/Arktikum Rovaniemi.

Weitere Informationen:

Prof.in Dr. Bärbel Schmidt, 0541 969-4217, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Dipl. Des. Lucia Schwalenberg, 0541 969-4219/05103 706423, lucia.schwalenberg@uni-osnabrueck.de

Text und Fotos: Prof.in Dr. Bärbel Schmidt/Dipl. Des. Lucia Schwalenberg

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Blick in die Ausstellung Hohe Schneiderkunst

Der Eintritt für den Besuch der Ausstellung Hohe Schneiderkunst in der Draiflessen Collection in Mettingen ist frei. Die Ausstellung entstand aus einem Kooperationsprojekt der Draiflessen Collection mit dem Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück. Weitere Details s. u.

Ausstellungseröffnung HOHE SCHNEIDERKUNST

Kooperationsprojekt Draiflessen Collection/Textiles Gestalten

Was passiert, wenn Studierende des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück sich von vier großen Couturières wie Madame Grès, Madeleine Vionnet, Christian Dior und Cristóbal Balenciaga in einem Seminar inspirieren lassen?

Was passiert, wenn Studierende des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück aufgefordert werden, eine Ausstellung zu diesen Modeschöpfer*innen innerhalb eines Kunstmuseums zu konzipieren und zu realisieren?

Was passiert, wenn Inspirationen und Konzepte zusammen finden?

Das kann in der Ausstellung HOHE SCHNEIDERKUNST im Museum Draiflessen Collection in Mettingen seit Sonntag, 18.07.2021, entdeckt werden.

Die das Kooperationsprojekt begleitende Textilkuratorin Dr. Maria Spitz (Draiflessen Collection) und die Lehrende Christine Löbbers (Textiles Gestalten/Universität Osnabrück) freuen sich mit den Studierenden über eine sehr gelungene Ausstellung.

Die Ausstellung unter dem Motto “4 Modeschöpfer*innen – 4 Kleider – 4 Studierendenteams – ist bis zum 31.10.2021 zu sehen.

Öffnungszeiten und weitere Informationen: www.draiflessen.com.

Der Eintritt für die HOHE SCHNEIDERKUNST in DAS Forum ist frei.

Weitere Informationen:

Universität Osnabrück/Textiles Gestalten: Christine Löbbers, 0541 969-4006, christine.loebbers@uni-osnabrueck.de

Draiflessen Collection: Dr. Maria Spitz, 05452 9168-0, info@draiflessen.com

Text: Christine Löbbers

Foto: Dr. Maria Spitz

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Irgendwann ist jetzt

Verabschiedung Renate Michalick

Bei wunderbarem Wetter, bester Bewirtung durch die Familienbildungsstätte FABI und musikalisch begleitet durch Simon Hagen und Herrn Wang wurde die langjährige Lehrkraft im Textilen Gestalten, Renate Michalick, in den Ruhestand verabschiedet.

Auszüge aus der Rede von Prof.in Dr. Bärbel Schmidt anläßlich des Abschieds:

"Irgendwann ist jetzt – deine Begeisterung für dieses Lied von Max Giesinger hat mich inspiriert. Wir alle denken während unseres Arbeitslebens oft, irgendwann werde ich das und das endlich tun – spätestens dann, wenn ich in den Un-Ruhestand wechsele. Ich bin sicher, dir ist es ähnlich ergangen. Und jetzt ist für dich irgendwann. Plötzlich ist es jetzt so weit.

Du hast in den 35 Jahren deiner universitären Laufbahn viele Seminare zum Siebdruck – den du aufgebaut und im Rahmen einer Schülerfirma perfekt in der Hauptschule Innenstadt etabliert hast -, zur Wertschöpfungskette, zum Nähmaschinennähen, zum Stricken analog und digital und und und durchgeführt. Immer hat dich die Neugierde und das Interesse am textilen Thema angetrieben. Deshalb hast du regelmäßig bereits geplante Veranstaltungen völlig neu konzipiert und wenn du der Meinung warst, sie muss überarbeitet werden, überarbeitet. Alle deine Seminare waren durchgängig perfekt vorbereitet. Lange Jahre hast du die Studierenden mit interessanten Exkursionen beglückt. Durch dich lernten sie beispielsweise die phantastischen Ausstellungen des Martha, Herford, kennen.

Wir alle danken dir für die inspirierende Zusammenarbeit in all den Jahren und wünschen dir alles, alles Gute für den nächsten spannenden Lebensabschnitt: Irgendwann ist jetzt."

Foto: Lucia Schwalenberg

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Vorbereitungen auf Hochtouren

Kooperationsprojekt Draiflessen Collection/Textiles Gestalten

Endspurt für den Aufbau der Ausstellung für DAS Forum: Maria Spitz/Draiflessen Collection (rechts) und Christine Löbbers/Textiles Gestalten (links) bei Vorbereitungen für die Eröffnung. Die Präsentation HOHE SCHNEIDERKUNST in DAS Forum ist das Ergebnis eines Kooperationsprojekts mit dem Fachgebiet Textiles Gestalten: In zwei Seminaren setzen sich Studierende mit den vier Modeschöpfer*innen Madeleine Vionnet, Christian Dior, Madame Grès und Cristóbal Balenciaga, ihren Arbeitsweisen und ihrem Œuvre theoretisch und praktisch auseinander.

Foto: Draiflessen

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Vorankündigung

Jahrespublikation zur Textildidaktik für nachhaltige Entwicklung in Arbeit

Nach dem Jahresband 2020 des Textilen Gestaltens mit Einblicken in Projekte aus dem Fachgebiet ist die nächste Publikation in Arbeit. Schwerpunkt der neuen Ausgabe sind konzeptionelle Überlegungen zur Textildidaktik für nachhaltige Entwicklung von Alexandra Wilker, das Projektband zum Thema Inklusion und Differenzierung von Christine Löbbers sowie Masterarbeiten zum Kerncurriculum und zum Textilunterricht in der Grundschule von Eyleen Huil und Elena Hardenberg.

Foto: Wolfgang Sparenberg

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Studienberatung Textil

Informationen für Studieninteressierte im Textilen Gestalten

Ziel ist es, zukünftige Lehrerinnen und Lehrer auszubilden, die über ihr Staunen zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Vielfältigkeit textiler Kultur finden und erkennen, dass Wissen endlos und Lernen lebenslang ist.

Weitere Informationen zu den Studiengängen:

  • Bildung, Erziehung, Unterricht (BEU) Bachelor
  • Lehramt Grundschule (MEd) Master of Education
  • Lehramt Haupt- und Realschule (MEd) Master of Education 

Flyer Textiles Gestalten

Online-Führung des Textilen Gestaltens

Kontakt: Sekretariat Textil

Foto: Leinenprojekt, Prof.in Dr. Bärbel Schmidt

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Ein Schrank ohne Jeans?

Ausstellung in der Schaufenstergalerie der OsnabrückHalle

Ein Schrank ohne Jeans? Das ist möglich und doch für viele Menschen unvorstellbar. Ein Kleidungsstück aus dem robusten und vielseitigen Stoff findet sich in den meisten Kleiderschränken.

Denim, ein Baumwollgewebe in Köperbindung aus dem Jeans gefertigt werden, ist ein Material mit Geschichte. Sie verbindet Goldgräber und Cowboys, Arbeiter und junge Rebellen, unterschiedliche Modeepochen und die Haute Couture - und ist zugleich Teil unseres Alltags.

Wie lassen sich Jeans nach dem Tragen weiter nutzen? Welches Potenzial steckt in diesen Ressourcen? Welche Alternativen gibt es zur Entsorgung? Wie lassen sich die Begriffe Nachhaltigkeit, Jeans und Design miteinander verbinden? Diese Fragen stellten sich Studierende des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück.

Unter dem Oberthema Nachhaltigkeit entwickelten sie im Rahmen einer Kontexte-Prüfung Konzepte, wie aus getragenen, abgelegten, retournierten oder aussortierten Jeans neue, hochwertige Produkte mit ansprechendem Design entstehen können. In unterschiedlichen textilen Techniken entstanden Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit dem beliebten Stoff.

Eine Auswahl der entstandenen Produkte und Ergebnisse zeigt die Ausstellung in der Schaufenstergalerie der OsnabrückHalle, Schlosswall 1-9 in  Osnabrück, vom 26. Mai bis Mitte Juni 2021. Zu sehen sind Arbeiten von Jessica Kirschmann und Anja Leshoff.

Video Ausstellung OsnabrückHalle

Video "Remember"

Kontexte des Textilen

Weitere Informationen:

Prof.in Dr. Bärbel Schmidt, 0541 969-4217, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Anja Leshoff, anschomb@uni-osnabrueck.de

Fotos/Videos/Text: Anja Leshoff

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Leihen statt kaufen

Fairo Moda eröffnet mit Click & Borrow-Konzept

Endlich ist es soweit, am 1. Juni 2021 öffnet Fairo Moda seine Türen. Der universitätsinterne sowie hochschuldidaktische Kleidungsverleih befindet sich auf dem Innenstadt-Campus im Gebäude 52/E03 mit Zugang gegenüber der Seminarstraße 33 in Osnabrück.

Das Prinzip funktioniert wie eine Bibliothek mit Kleidung statt Büchern. Fairo Moda möchte nach dem Motto der Sharing Economy (wie beim Car-Sharing-Prinzip) handeln und eine Möglichkeit für gemeinsamen Kleidungskonsum anbieten. Initiiert wurde das Projekt im Fachgebiet Textiles Gestalten. Der Studiengang setzt sich in seiner wissenschaftlichen Theorie intensiv mit der vestimentären Nachhaltigkeit auseinander und bietet nun zusätzlich eine praktische Möglichkeit für Studierende und Mitarbeitende der Universität Osnabrück in Form eines Kleidungsverleihs.

Zeitgleich dürfen drei Kleidungsstücke entliehen werden. Das Angebot ist kostenlos. Bei der Anmeldung fällt eine Kaution von 60 Euro an, die bei der Abmeldung zurückgezahlt wird. Das Geld oder ein Teil des Geldes wird einbehalten, wenn es zum Verlust oder zu Beschädigungen an den entliehenen Textilien kommt.

Aufgrund der aktuellen Lage wird es am 1. Juni 2021 ein Soft-Opening geben. Eine kleine Eröffnungsfeier ist aufgeschoben und nicht aufgehoben. Sie soll stattfinden, wenn sich die Corona-Situation entspannt hat und Zusammenkünfte wieder möglich sind.

Fairo Moda hält sich an die Corona-Maßnahmen. Das Hygienekonzept sieht eine Click & Borrow-Terminorganisation vor und ein Leitsystem durch das Gebäude 52 (Eingang über Seminarstraße, Ausgang über Neuer Graben). Weiterhin müssen Besucher:innen eine FFP2-Maske tragen und sich an die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln halten.

Da die Fairo Moda-Räumlichkeiten nicht groß sind, ist es zunächst einer Person pro Slot erlaubt, den Verleih zu besuchen. Modische Beratung gibt es, wenn gewünscht, gerne von den betreuenden Studierenden. Diese erstellen auf Wunsch auch Fotos, falls Interessierte per Messenger eine Meinung von Freund:innen einholen möchten.

Die Mitgliederanzahl von Fairo Moda ist begrenzt, weshalb es sich lohnt, frühzeitig einen Termin zum Stöbern, Anmelden und Ausleihen zu vereinbaren. Das Angebot beschränkt sich derzeit noch auf Damen-Oberbekleidung.

Das Team von Fairo Moda freut sich, Sie dienstags von 14.00 bis 17.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr begrüßen zu können.

Bei Interesse an Fairo Moda sowie zur Terminbuchung zum Click & Borrow treten Sie bitte der Studiengruppe Fairo Moda: hochschuldidaktischer Kleidungsverleih auf STUD.IP bei:

https://studip.uni-osnabrueck.de/dispatch.php/course/studygroup/details/60ae495965fc53d02b3bab5f0063af01

Video Wegbeschreibung Fairo Moda

Weitere Informationen:

Prof.in Dr. Bärbel Schmidt, 0541 969-4217, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Lesley-Ann Baldwin, fairomoda@uni-osnabrueck.de, lebaldwin@uni-osnabrueck.de

Fotos und Text: Lesley-Ann Baldwin

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Ozonschrank für hochschuldidaktischen Kleidungsverleih Fairo Moda

Ozonreinigung von Gerüchen, Viren und Bakterien für Leihkleidung

Einen Ozonschrank zur Beseitigung von Gerüchen, Viren und Bakterien hat das Fachgebiet Textiles Gestalten neu angeschafft. Bei einer Schulung erläuterte Diplomingenieur Roland Krüger Einsatzmöglichkeiten und Anwendung des Geräts. Ziel ist es, gebrauchte Kleidung für den hochschuldidaktischen Kleidungsverleihs Fairo Moda mithilfe dieses Ozonschrankes schonend, kostengünstig und umweltgerecht zu reinigen. Die Universität Osnabrück ist damit die erste Universität oder Hochschule in Deutschland, die über einen Ozonschrank verfügt, wie ihn Theater, Schauspielhäuser, Museen oder Kostümsammlungen bereits häufig verwenden.

Ein Ozonschrank ist ein luftdicht verschließbarer Chromstahlschrank. In seinem Inneren werden Objekte wie Kleidung, Schuhe oder Garnkonen für rund eine Stunde mit Ozon behandelt. Dabei werden Bakterien oder Viren beseitigt. Da es sich bei Schweißgeruch um ein Stoffwechselprodukt von Bakterien handelt, verschwindet der Geruch bei dieser Ozonanwendung. Neben der Reinigung der Kleidung des studentischen Kleiderverleihs Fairo Moda wird der Ozonschrank für die prophylaktische Behandlung von Garnen, Stoffen und das historische Kleidungsarchiv des Fachgebietes eingesetzt. 

Weitere Informationen:

Prof.in Dr. Bärbel Schmidt, 0541 969-4217, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Lesley-Ann Baldwin, fairomoda@uni-osnabrueck.de, lebaldwin@uni-osnabrueck.de

Foto (Lucia Schwalenberg): Schulung am neugelieferten Ozonschrank. Dipl. Ing. Roland Krüger, Prof.in Dr. Bärbel Schmidt, Studierende Lesley-Ann Baldwin (von links nach rechts).

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Außenhaut - Innenleben

Seminar zum Thema "Kleidung als Schutz und Hülle"

Ergebnisse des Seminars "Außenhaut - Innenleben. Kleidung als Schutz und Hülle" präsentieren Studierende am Sonntag, 4. Juli 2021, um 11 Uhr in der Lutherkirche. Die Präsentation ist Teil der Veranstaltung "Der andere Gottesdienst". Die Leitung des Seminares lag bei Annette E. Schneider.

Kleidung lotet die Spanne aus, die von unserem Innenleben, das es zu schützen gilt, bis zur notwendigen Außenhaut reicht. Sie ist der unerlässliche Schutzraum, den wir benötigen. Die Form und Intensität dieses Schutzraumes bestimmen wir, je nachdem, wie sehr wir unser Inneres beschützen, umhüllen oder verstecken möchten. Kleidung ist der architektonische Raum, in dem wir leben, noch bevor wir uns in gebaute Architektur begeben. Der Schutzaspekt von Kleidung ist in Zeiten, die von Sicherheitsmaßnahmen geprägt sind, um so augenfälliger. Ausgehend von subjektiv empfundenen Wahrnehmungen und Bedürfnissen zum Thema Schutz, entstand im Seminar in Gemeinschaftsarbeit ein Kleidungs-Objekt, das den Gedanken einer architektonischen Aussenhaut als Schutz und Hülle des Innenlebens visualisiert. Von der Entwurfstechnik über die zeichnerische Umsetzung und die Schnittkonstruktion bis hin zur Produktion wurden alle Techniken und Fertigkeiten vermittelt und realisiert.

Die Seminarergebnisse dokumentiert ein Video: Video Außenhaut-Innenleben

Text: Annette E. Schneider

Fotos: Maximiliane Meyer

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Änderung der Archivierung

Liebe Studierende, liebe Lehrbeauftragte,

ab sofort (SoSe 2021) ändern sich im Fachgebiet Textiles Gestalten die Regeln zur Archivierung von Seminararbeiten und Prüfungsleistungen.

Die Abgabe von CD’s oder Sticks mit Archivierungsformblatt entfällt. Stattdessen erstellen die Dozent_innen einen Prüfungsordner für die jeweilige Veranstaltung in StudIP: Anlegen eines Hausaufgabenordners. Die Studierenden laden ihre Arbeiten mit Übereinstimmungserklärung in diesen Ordner hoch: Formblatt Archivierung. Die Lehrenden entscheiden, ob die digitale Version ausreichend ist oder ob eine gedruckte Version zusätzlich abgegeben werden muss. 

Für Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Bärbel Schmidt

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Fashion Revolution Week

Hochschuldidaktischer Kleidungsverleih Fairo Moda unterstützt Aktionswoche mit Online-Programm

Die Fashion Revolution Week erinnert an die Rana Plaza-Katastrophe: Am 24. April 2013 stürzte die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ein, in der Modeketten wie Mango, C&A und KiK ihre Kleidung produzieren ließen. Bei dem Einsturz wurden 2.600 Menschen verletzt und 1.134 Menschen getötet.

Die Fashion Revolution als gemeinnützige globale Bewegung schärft das Bewusstsein negativer Auswirkungen der Textilindustrie mit besonderem Blick auf die Arbeiter_Innen. Sie ist eine Non-Profit Bewegung, die sich für faire Arbeitsbedingungen für Textilarbeiter_Innen insbesondere in den Entwicklungsländern einsetzt. Gefordert werden sichere Arbeitsplätze, angemessene Arbeitszeiten und Löhne sowie eine transparente Lieferkette, durch die klar wird, wo die einzelnen Produktionsschritte von Textilien erfolgen und woher die Ressourcen der Kleidungsstücke stammen.

Die Fashion Revolution Week findet jährlich zum Rana Plaza-Gedenktag statt. Aktionen wie Kundgebungen, Workshops und Vorträge rund um das Thema Textilindustrie und faire Mode werden von Vereinen und Verbänden angeboten. Die Veranstaltungen finden aufgrund der Corona-Pandemie online statt. 

Der hochschuldidaktische Kleidungsverleih Fairo Moda begleitet die Fashion Revolution Week mit Infoposts und nimmt an der Plakataktion #IllustrationMachtRevolution teil. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, an einem asynchronen praktischen Workshop zum Thema Statement-Shirts teilzunehmen.

Bei den Aktionen kamen in diesem Jahr vermehrt Ärger und Wut darüber zum Ausdruck, dass sich nach acht Jahren nicht wirklich Grundlegendes in der Modeindustrie geändert habe, so die Initiatorin von Fairo Moda, Lesley-Ann Baldwin: "Die Bundesregierung arbeitet an einem Lieferkettengesetz. Dieser Entwurf darf von der Wirtschaftslobby und vom Wirtschaftsministerium nicht verwässert werden. Zwar ist jeder Einkauf oder Verzicht eine politische Stimme, dennoch kann die Verantwortung der inakzeptablen Arbeitsbedingungen der Textilindustrie nicht alleine auf die Konsument_Innen abgewälzt werden. Die Politik muss endlich Verantwortung übernehmen."

Kontakt und weitere Informationen: fairomoda@uni-osnabrueck.de, lebaldwin@uni-osnabrueck.de, Instagram: @fairomoda

Foto: Lesley-Ann Baldwin

Abgebildet: Lesley-Ann Baldwin und Rieke Scholle (von links nach rechts)

Text: Lesley-Ann Baldwin

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Kooperation mit der Draiflessen Collection

Hohe Schneiderkunst. 4 Modeschöpfer*innen - 4 Kleider - 4 Studierendenteams

Erstmals kooperiert das Fachgebiet Textiles Gestalten im Sommersemester 2021 mit dem Kunstmuseum DraiflessenCollection in Mettingen.

In der Modesammlung der Draiflessen Collection befinden sich Kreationen berühmter Modeschöpfer*innen wie Madeleine Vionnet, Christian Dior, Madame Grès und Cristóbal Balenciaga. Im Austausch mit einer Schnittexpertin, einer Textilrestauratorin und einer Modehistorikerin analysieren vier Studierendenteams jeweils ein Kleid oder Ensemble von Vionnet, Dior, Grès und Balenciaga mit besonderem Augenmerk auf der Schnitttechnik und ordnen es in das Schaffen der Modeschöpfer*innen ein. Die Präsentation in der Draiflessen Collection ergänzend empfinden die Studierenden die Kreationen nach und übersetzen sie in die Gegenwart.

Die Ergebnisse der Kooperation sind zu sehen in einer Präsentation vom 18. Juli bis 31. Oktober 2021 in der Draiflessen Collection, Mettingen.

Die Projektleitung liegt bei Dr. Maria Spitz, Draiflessen Collection, und Christine Löbbers, Textiles Gestalten, Universität Osnabrück.

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Figurentheater - Was trägt das Kasperle von heute?

Komm wir erzählen eine Geschichte: Figuren, die im Rahmen digitaler Lehre entstanden sind, dürfen nun tanzen – im Schaukasten des Figurentheaters Osnabrück

Eintauchen in eine andere Welt und diese aktiv mitgestalten. Das taten 15 Studierende der Universität Osnabrück im Rahmen der Lehrveranstaltung: FIGURENTHEATER - Was trägt das Kasperle von heute? des Fachgebietes Textiles Gestalten unter der Leitung von Mareike Alexander.

Die Grundlagen des Figurentheaters sowie die Besonderheiten und Herausforderungen dieser Theatergattung bildeten den theoretischen Einstieg in das Seminar. So ging es neben der Geschichte des Figurentheaters um die vielfältigen Darstellungsmöglichkeiten, die diese Theaterform bietet und darüber hinaus um eine mögliche Umsetzung im Schulunterricht. Denn die Studierenden befinden sich derzeit im Master und stehen somit kurz davor, als Lehrperson Textiles Gestalten zu unterrichten. Das Seminar schuf Raum für künstlerisches und freies Arbeiten.

In der Theorie scheint vieles möglich, wie aber sieht die Welt des Figurentheaters um uns herum wirklich aus? Das Seminar fand in Form von Blockseminaren vollständig digital statt. Florian Rzepkowski, Leiter des Figurentheaters Osnabrück, öffnete digital den Vorhang, indem er als Experte an einer der Online-Sitzungen teilnahm und Fragen der Studierenden beantwortete.

Grundlage für die Entwürfe sind kleine, selbst geschriebene Geschichten, zu denen Figuren und Bilder geschaffen werden sollten, um so den Prozess eines Figurentheaters von der ersten Idee, über den Entwurf bis zu einem fertigen Kostümbild zu durchleben.

Das Ergebnis zeigt eine Vielzahl verschiedenster Figurenarten: von Stabfiguren, über Handpuppen bis hin zu Marionetten, hergestellt aus diversen Materialien. Die Figuren wurden zu Hause von den Studierenden gefertigt. Der Austausch über erste Ideen, mögliche Materialien und Schwierigkeiten fand im virtuellen Raum statt. Jede Figur erzählt eine ganz eigene Geschichte vom Leben und vielleicht auch von dieser wilden Zeit, die wir momentan erfahren. Mareike Alexander gibt einen kurzen Einblick in die Geschichte dieser Kunstform: 'Der genaue Ursprung des Puppentheaters ist zeitlich wie geografisch nicht ganz eindeutig. Vielmehr weisen die unterschiedlichen Arten von Figuren unterschiedliche Herkunftsländer auf. So zeigte beispielsweise das Marionettentheater bereits in der griechischen Antike erste Anfänge. Wie der Name des Seminars schon verrät, sollte auch die Figur des Kasperls, als Einstieg in die Thematik, nicht unbetrachtet bleiben. Franz Graf von Pocci (1807-1876) schrieb eine Vielzahl an Geschichten, in denen der Kasper Larifari erstmals auftauchte. Vorläufer des im deutschsprachigen Raum vertretenen Kasperls ist vermutlich die Figur Pulcinella aus der Commedia dell´ arte im 16. Jahrhundert in Italien.

Das Puppen- und Kasperletheater ist, neben dem Kasperle geprägt durch drei Rollenmuster, die durch die mitwirkenden Figuren verkörpert werden. Für Gerechtigkeit und Ordnung sorgen Puppen, wie der König oder der Wachtmeister. Damit diese auch etwas zu tun haben, gibt es natürlich auch die stereotyp Bösen (Hexe, Zauberer, Teufel, Räuber). Nun wären die Bösen ja schwer sichtbar, wenn es nicht im Gegensatz dazu auch die Guten gäbe - und da wären wir bei der Fee, Gretel und der Großmutter.

Wir betrachteten in dem Seminar zudem die Arbeit von Paul Klee. In den Jahren von 1916 bis 1923 fertigte Klee 50 Puppen für seinen Sohn und verwendete hierzu Materialien, die er in seiner Umgebung fand. So nutzte er beispielsweise Rinderknochen, Bürstenköpfe und Nussschalen. Die Betrachtung von Klees Handpuppen war dahingehend spannend, dass im Rahmen des Seminars auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen geachtet wird. So soll der Blick für die vorhandene Materialvielfalt um uns herum geöffnet werden und Klees Ansatz kann so zu der Verwendung von Bestehendem inspirieren'. Das Figurentheater bietet dem regionalen und überregionalen Figurenspiel eine Bühne in historischer Kulisse: Der gemeinnützige Verein befindet sich in der Osnabrücker Altstadt in der 'Alten Fuhrhalterei'.

Feedback von Studierenden zum Seminar:

"Da dieses Semester digital durchgeführt wurde, nutzten wir Videokonferenzen zum Austausch. Vor Beginn hatte ich die Befürchtung, dass das digitale Blockseminar anstrengend würde. Meine Befürchtungen haben sich jedoch nicht bestätigt, da das Programm abwechslungsreich und gut gegliedert war. Zum sehr guten Gelingen trug das Etherpad für Ideen, Anregungen und Informationen bei sowie Videos über unterschiedliche Figurentheater und Stilrichtungen. Per Videokonferenz führten wir Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern des Figurentheaters. Insgesamt hat mir das Seminar sehr gut gefallen, da wir wertvolle Einblicke in die Welt des Figurentheaters durch unsere Dozentin, die Künstlerinnen und Künstler und unsere Referate erhielten." (o.N.)

"Trotz der Corona-Situation und langen Stunden vor dem Computer war es ein angenehmes Seminar. Durch die abwechslungsreichen Aufgaben konnte ich konzentriert folgen. Die Technik hat unser Seminar nicht durchkreuzt. Im Gegenteil: Wir konnten viele verschiedene technische Möglichkeiten nutzen, die das Seminar noch spannender gestaltet haben." (Merle)

"Anfänglich stand ich der digitalen Lehre skeptisch gegenüber. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Semesters im Textilen Gestalten. Die Blockseminare haben über die Tage verteilt mit mehreren Pausen stattgefunden, sodass die Zeit vor dem Computer nicht zu langwierig wurde. Es gab eine rege Beteiligung aller Studierenden und der praktische Anteil kam nicht zu kurz. Die Plattform Big Blue Button bot viele Möglichkeiten zum Austausch." (Lara S.)

"Mit dem Kurs habe ich bezüglich der Online-Lehre im Gegensatz zu anderen Fächern und Kursen sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Kurs eignete sich durch Referate und Videos, die gut mit dem Format Big Blue Button vereinbar waren, gut für ein digitales Semester. Auch die praktischen Anteile konnten problemlos zuhause durchgeführt werden. Durch Emailkontakt und virtuelle Einzelsprechstunden habe ich mich gut aufgehoben gefühlt." (Lara M.)

Text: Mareike Alexander

Fotos: Florian Rzepkowski

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Nachhaltigkeitswochen des Nordens

Fairo Moda Projektvorstellung auf den Nachhaltigkeitswochen des Nordens

Die Nachhaltigkeitswochen des Nordens werden von Studierenden aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein organisiert. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und ist digital.
In Rahmen der Veranstaltung stellt Lesley-Ann Baldwin, Masterstudentin des Textilen Gestaltens, das Projekt Fairo Moda vor.

Der Titel des Vortrags lautet: Leihen statt kaufen. Fairo Moda, ein hochschuldidaktischer Kleidungsverleih.

Ziel der Studierendenunternehmung Fairo Moda ist es, einen alternativen textilen Konsumgedanken an der Universität Osnabrück unter Federführung des Fachgebietes Textiles Gestalten zu prägen. Fairo Moda ist ein Kleidungsverleih. Hier können sich Studierende und Angehörige der Universität Osnabrück Damenoberbekleidung ausleihen. Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek, nur mit Kleidung anstatt Büchern. Der hochschuldidaktische Anteil entsteht durch ein Modul, das in Zukunft an die Studierendenunternehmung gekoppelt werden soll. Das Projekt befindet sich zur Zeit im Aufbau. Der jetzige Stand soll während der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Das Präsidium der Universität fördert das Projekt als vestimentäres Nachhaltigkeitsmanagement durch die Finanzierung von Lehraufträgen und Hilfskraftverträgen aus Studienqualitätsmitteln.

Termin für den Fairo Moda interaktiven Vortrag mit Diskussion: Mittwoch, 25.11.2020, 16.00 - 17.00.

Link zum Fairo Moda Vortrag

Text und Grafik: Lesley-Ann Baldwin

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Postkartenserie und Flyer

Informationsmaterial für Studieninteressierte

Das Textile Gestalten hat eine Postkartenserie mit sechs neuen Motiven für Studieninteressierte entwickelt. Die Postkarten zeigen Studierende in den Werkstätten und Laboren des Fachgebietes, textile Arbeitsgeräte, Materialien und Entwürfe.

Ebenfalls neu zusammengestellt ist der neue Flyer zum Studium des Textilen Gestaltens. Hier finden sich wichtige Informationen zum Bachelor- und Masterstudium Textiles Gestalten an der Universität Osnabrück.

Postkarten Textiles Gestalten

Flyer Textiles Gestalten

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Willkommen Erstsemesterstudierende

Prof. Dr. Bärbel Schmidt begrüßt neue Studierende

Liebe Studierende,

ich heiße Sie im Namen des gesamten Textilteams herzlich willkommen. Wir freuen uns sehr, dass Sie unser Fach studieren und später in den Schulen unterrichten wollen. Es ist ein tolles Fach!

Schon in normalen Zeiten standen Erstsemester mit dem Übergang an die Universität plötzlich vor einer ganzen Reihe von Herausforderungen: seien es die vielen unbekannten Gesichter, die Orientierung auf dem Campusgelände, die Campussprache mit ihren vielen Abkürzungen (ASTA, HIWI, c. t., s. t. ...). Dieses Semester werden die Einstiegswirren durch Corona noch getoppt: Sie werden viele Ihrer Mitstudierenden und Lehrenden erst einmal nur über einen kleinen Bildschirm kennen lernen und mit der digitalen Lehre werden Sie sofort "ins kalte Wasser" geworfen. Die Universität hat zu Ihrer Unterstützung deshalb das OSKA-Mentoring-Programm ins Leben gerufen. Die MentorInnen werden Sie ebenso unterstützen wie die TutorInnen, die studentischen Hilfskräfte und natürlich wir Lehrenden. Sie sind also nicht alleine! Wir alle stehen Ihnen als AnsprechpartnerInnen sehr gerne zur Verfügung. Und wir versuchen alles, damit Sie trotz Corona ein möglichst angenehmes und erfolgreiches erstes Studiensemester erfahren können.

Versuchen Sie, unbedingt an der Begrüßungsveranstaltung des Fachgebietes am 12.10.2020, 14.00 Uhr, die über BigBlueButton läuft, teilzunehmen. Sie können einen Großteil des Kollegiums kennen lernen und erfahren viele nützliche Tipps von der Fachschaft und Ihren TutorInnen.

Noch eine Kleinigkeit in eigener Sache: Aufgrund der hohen Einschreibzahlen muß ich das Grundlagenseminar Materialien und Methoden neu überdenken. Unsere zertifizierten Räume erlauben max. 11 Studierende im Raum, derzeit sind 51 Studierende neu eingeschrieben. Für meine Planung ist es hilfreich, wenn Sie mir möglichst schnell mitteilen, ob Sie im Wintersemester vor Ort in Osnabrück sind oder von Ihrem Heimatort aus studieren. Noch hoffe ich, dass wir uns zumindest einige Male in der Universität real begegnen können, d. h. zumindest in hybriden Veranstaltungen.

Liebe Studierende, so viel mag zum Einstieg genügen, alles Weitere folgt nach und nach. Lassen Sie sich durch das Anfangschaos nicht entmutigen - es erledigt sich nach kurzer Zeit. Betrachten Sie es als ersten zu bewältigenden Meilenstein auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt.

Herzliche Grüße

Bärbel Schmidt

(Für das gesamte Team)

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Ersti-Woche

Begrüßung der Erstsemester-Studierenden

In der Ersti-Woche vom 12.10.2020 bis zum 16.10.2020 werden die Erstsemesterstudierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten herzlich begrüßt. Die beiden Tutor*innen Kevin-Alexander Büsing und Anja Völlmer haben ein buntes Digitalprogramm zusammengestellt. Es wird Raum für alle Fragen rund um den Studienanfang unter dieser besonderen Situation und für ein herzliches Kennenlernen geben.

Text: Kevin-Alexander Büsing

Foto: Lucia Schwalenberg

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Fachschaft Textiles Gestalten begrüßt Erstis

Die Fachschaft Textiles Gestalten freut sich über neue, engagierte Studierende:

"Hallo Textil-Studierende,

schön, dass Du da bist, wir freuen uns auf Dich! Bei uns im Fach haben die Lehrenden immer ein offenes Ohr für Bedürfnisse und Wünsche. Außerdem wird viel Wert auf das Miteinander gelegt und Du darfst Dich zu jeder Zeit einbringen und aktiv mitgestalten.

Um immer alle neuen Informationen rund ums Fach zu erfahren, trage Dich bei StudIP ins Textile Forum ein. Wenn Du Fragen haben solltst, wende Dich einfach an uns oder die HiWis. Wir sind alle gerne für Dich da! Herzlich Deine Fachschaft.

Bei Fragen schreib an fs-textil@uni-osnabrueck.de oder folge uns auf instagram auf textilesgestalten_uos oder auf facebook unter Textiles Gestalten Uni Osnabrück."

Text: Alex Büsing, Lesley-Ann Baldwin und Kristin Bätjer.

Foto: Alex Büsing, Erstsemester-Tutor, Hiwi und Fachschaft Textiles Gestalten

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Heritage of Patterns

Digital Weaving Norway berichtet über Kooperationsprojekt mit der Stiftung Mensch

Die norwegische Textiltechnologie-Firma "Digital Weaving Norway", deren digitalen Jacquard-Webstuhl TC2 die Studierenden des Textilen Gestaltens nutzen, berichtet in seinem neuesten internationalen Newsletter über das aktuelle Beiderwand-Projekt:

"German textile designer and weaver Lucia Schwalenberg was recently a part of the Beiderwand-Weaving Workshop where the participants explored the historic weave pattern. The workshop took place at the 'Stiftung Mensch' (Foundation Man), which is located in the authentic building-complex 'Altes Pastorat' in Meldorf, Schleswig-Holstein (Germany).

Lucia Schwalenberg, who was the project coordinator for this Workshop, has already headed similar projects at the Tuchmacher Museum Bramsche (Fabric Maker Museum in Bramsche) and at the Textile department at the University of Osnabrück. Below, she shares details about the Workshop ...

The Meldorf Beiderwand-Weaving Workshop is a cultural landmark which was founded 100 years ago as a part of "Dithmarscher Landesmuseum". Part of the Workshop heritage is their large number of jacquard patterns stored on punched cards, as well as their historic mechanical jacquard looms, their ancien weaving accessories and tools as well as an archive of drawings and woven samples. The workshop is operated by people with disabilities.

The foundation 'Stiftung Mensch' has made a complete inventory of their patterns, and relaunched the collection in order to prexerve the cultural treasure. They made technical descriptions and also carried out a systematical re-structuring of the workshop. The aim was to highlight the very special Beiderwand-patterns of the region

The pieces in the Beiderwand-collection of the Meldorf Museum Workshop have interesting names, such as Small and Big Tree of Life, Bernward, Phyramus and Thysbe, Bent Tulip, Small Tulip, Big Tulip, Unicorn, Hertzhorn, Bird pattern, Fishing Harbour, Small Sailing Boats, Gaushorn, Gotland, Deer, The Four Continents, Madonna and Jutland.

There are precious Beiderwand pieces originating from Meldorf in the following collections: The German National Museum in Nürnberg, the Schleswig-Holstein County Museum an Schloß Gottorf as well as in the Museums in Flensburg and Hamburg. In the 17th and 18th century Beiderwand-weavings became very popular, especially in Schleswig-Holstein, which is located in the nortern part of Germany/southern part of mainland Denmark/Jutland.

The patterns originate from 13th and 14th century damask patterns. Beiderwand-weavings were especially popular in farmhouse living rooms, where they were used as curtains as well as bed-covers on 'built-in'beds, the so-called 'Alcoves'. Typical materials in Beiderwand weavings is a linen yarn in the ground weft sytem an in both warp systems, ground warp and binding warp, and a coarse wool in the pattern weft. The weave structure is a type of double weave, with areas that are connected and areas that form pockets.

The warp ratio is mostly 4:1 between ground warp and binding warp. The fabric surfaces show a high-contrast positive-negative image. The name Beiderwand (=two sides) may refer to the two distinctly different fabric surfaces resulting from the double-weave structure and the two materials. In the Germanic linguistic region, the root word -wand exists in other German words such as Leinwand, which means plain weave/tabby and Gewand, which means garment/robe. The origin of weaving stems from braiding, such as in Gewunden, meaning entwined of braided, such as walls braided from willows.

The patterns are either geometric, which means that they can be woven on few to many shafts, or ornamental/figurative, which means that they have to be woven on multishaft damast looms of jacquard-looms.

After having registered the traditional patterns, part two of the project was dedicated to the cooperation with the Textile Department of University Osnabrück: Guided by their university teacher Lucia Schwalenberg, the students started to develop timeless geometric Beiderwand designs. They were either contrasting black-and-white or with bright colour shades. They were woven with organic, natural tweed-yarns from Ireland, reminding of the originally handspun and hand-dyed yarns used in the historic textiles.

These new designs are right now in the process of being woven on the TC2 loom at the Textiles Department in Osnabrück. A small selection on the students' patterns shall then be transferred to punched cards for the jacquard looms at the Beiderwand-Workshop Meldof, so that the Workshop my add contemporary designs to their historic pattern treasure.

The transfer of files to jacquard hard cards became possible because oof the fortunate situation that workshop-leaderr Wolfgang Sternberg managed to retore both the card punching machine and the punched card sewing maching which were sitting in the Beiderwand-workshop Meldorf.

An exhibition with historic and contemporary Beiderwand-patterns is int he plannig for spring 2021 in teh Landesmuseum Dithmarschen in Meldorf. This unique project elegantly combines the great possibilities of the digital jacquard-loom TC2 and the historic, punched card jacquard technology preserved at Beiderwandweberei Meldorf.

About Lucia ...

After studying Journalism (LMU München, Germany) and Textile Design (Hochschule Hannover, Germany), Lucia completed the Shuttle Course at Kunsthochschule Linz/Textiles Zentrum Haslach, Austria. She works as a textile designer and weaving lexturer at Kunsthochschule Kassel and University Osnabrück. In University Osnabrück she is a research staff member at the Textiles Department. She is currently working on her doctoral dissertation about 'Genius loci - textile places of commemoration'.

Hints to Beiderwand-sources are welcome to lucia.schwalenberg@uni-osnabrueck.de"

Text: Digital Weaving Norway/Geetika Nautiyal

https://www.digitalweaving.no/heritage-of-patterns-beiderwand-weaving-workshop/

Fotos: Lucia Schwalenberg

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Online-Führung für Studieninteressierte

Digitale Führung durch das Textile Gestalten

Einblick in das Fachgebiet und die Räumlichkeiten des Textilen Gestaltens mit einem Video der wissenschaftlichen Mitarbeiterin, Lena Küppers. Herzlich Willkommen an alle Studieninteressierten.

Online-Führung des Textilen Gestaltens

Foto: Lucia Schwalenberg

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Erfolgreiche Dissertation im Fachgebiet Textiles Gestalten

"Wir machen weiter! Textiles Laienschaffen in der DDR und Entwicklungen nach der Wiedervereinigung."

Sarah Wassermann hat ihre Dissertation im Fachgebiet Textiles Gestalten erfolgreich mit der Gesamtnote magna cum laude (1,0) abgeschlossen.

Die Arbeit von Sarah Wassermann, die sich dem „textilen Laienschaffen“ und somit den in der DDR seinerzeit etablierten Textilzirkeln widmet, ist zum einen ein Beitrag zum kollektiven Gedächtnis Gesamtdeutschlands und zum anderen ein entscheidender kulturwissenschaftlicher Beitrag für die Entwicklung eines gegenseitigen Verständnisses der Kulturen in der ehemaligen DDR und der BRD sowie für eine wechselseitige Achtung. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall scheint dieser Prozess noch nicht abgeschlossen zu sein, ein Denken in „hüben“ und „drüben“ ist mancherorts immer noch festzustellen.

Studien, die sich mit der textilen Kultur bzw. deren Bedeutung in der DDR auseinandersetzen und sie in einen gesamtdeutschen Kontext verorten, sind bislang kaum zu finden. Björn Raupach hat darauf in seiner 2015 in Paderborn vorgelegten Dissertation „Politik und gewebte Lebensfreude – Der Bildteppich in der DDR“ bereits verwiesen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie etwa Polen, Frankreich oder der Schweiz, in denen Textilkunst der Kunst gleichrangig behandelt wird, gelten in Deutschland die textilen Künste als nicht bevorzugte Techniken der ästhetischen Vergegenwärtigung.

Die Dissertation von Sarah Wassermann umfasst im ersten Band 280 Seiten, dem ein zweiter, 103 Seiten umfassender Band mit zahlreichen Abbildungen von Gemeinschaftsarbeiten und Einzelwerken, eine Objektliste der Akademie der Künste (Berlin) sowie eine Objektliste des Museums Europäischer Kulturen (Berlin) beigefügt ist.

Foto und Text: Prof. Dr. Bärbel Schmidt.

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Kultusministerium bewilligt Fördermittel für textiles Forschungsprojekt

Zusage für Forschungsprojekt im Textile Research Centre Leiden für Fachgebiet Textiles Gestalten

Der von Prof. Dr. Bärbel Schmidt an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestellte Antrag zum Themenschwerpunkt: Erzählstoff – Forschungsbasierte Notizen über das vestimentäre Gedächtnis des deutschen Kleidungsbestandes im Textiles Research Centre in Leiden ist positiv beschieden worden. Dem Fachgebiet stehen jetzt 6.800 Euro für die Umsetzung zur Verfügung.

Im Fokus des Projektes steht die im Textile Research Centre in Leiden gesammelte Kleidung deutscher Provenienz. Das TCR ist ein autarkes Forschungsinstitut, dass sich auf anthropologische und archäologische Themen im Bereich von Textilien und Kleidung spezialisiert hat. Das unabhängige Forschungsinstitut verfügt über eine cirka 25.000 Sammlungsstücke umfassende Textilsammlung aus aller Welt und allen Zeiten, u. a. aus Deutschland. Die am Forschungsinstitut ansässigen Mitarbeiter_innen gehen vor allem der Fragestellung nach, was Menschen tragen, um ihre Identität auszudrücken. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit dem Themenkomplex der vorindustriellen Textiltechnologie (s. www.trc-leiden.nl/).

Trotz intensiver Arbeiten sind aufgrund von mangelnden personellen Kapazitäten noch nicht alle Kleidungstücke und Textilien systematisch erfasst und wissenschaftlich bearbeitet worden. Dies betrifft auch die in der Sammlung befindlichen Sammlungsstücke deutscher Herkunft. Ein bedauernswertes Desiderat, da Kleidung sehr häufig als Träger persönlicher, lebensgeschichtlich aufgeladener und emotional besetzter Bedeutungen fungiert. Eine Aufarbeitung der Kleidungsstücke könnte zu einem besseren Verständnis über möglicherweise unterschiedliche Kleidungsstile in den Niederlanden und Deutschland führen, könnte Aufschlüsse über die Körpertechniken bzw. körperbezogene Erfahrungen durch Kleidung in beiden Ländern geben, könnte die Fragen klären, welche regionalspezifischen Kleidungsstücke im Textile Research Centre aufgenommen wurden und warum. Zudem könnte über die Kleidungsstücke das alltägliche Kleidungsverhalten in beiden Ländern analysiert werden.

Kleidung hatte in vergangener Zeit einen völlig anderen Stellenwert und Wert im Leben der Menschen. Sie wurde über Generationen hinweg vererbt. Heute werden jährlich unzählige Kollektionen produziert, die die Nachfrage ankurbeln und Trend nach Trend verbreiten sollen. Viele Konsumenten und Konsumentinnen folgen dieser Vorgabe der Textilindustrie, indem sie ständig neue Kleidung kaufen und dabei nicht auf nachhaltige Produktionsbedingungen (sozial, ökologisch, ökonomisch, kulturell) achten. Trotz der negativen Klimabilanz, dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza in Bangladesh im Jahre 2013 mit über 1.000 getöteten Menschen sowie unzähliger Siegel, die eine nachhaltige Produktion verheißen, hat sich bislang wenig im Bewusstsein und dementsprechend im Handeln der Konsumenten und Konsumentinnen geändert. Der Blick zurück auf einen – zwar zwangsweise – so doch aber wesentlich gesünderen und sozial verträglicheren Umgang mit Kleidung und Textilien dient dazu, das Thema Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Projekt vertiefend aufzugreifen. Da das Fachgebiet Textiles Gestalten in der Lehramtsausbildung verankert ist, können die Erfahrungen der Studierenden langfristig nachhaltig die nachwachsenden Generationen in den Schulen erreichen.

In einem ersten Schritt soll eine Inventarisierung der Kleidungsstücke und Textilien von den Studierenden mit dem auf das Textile Centre zugeschnittenen Inventarisierungsprogramm Jumloo additions erfolgen. Im zweiten Schritt sollen deren unmittelbare Gebrauchsfunktionen, materieller Wert, materielle Struktur, Schmuck, Schutz oder deren gesellschaftlichem Ansehen ebenso erarbeitet werden wie bei vorhandener Provenienz subjektiven Empfindungen, Deutungen und Erinnerungen, der Interaktionen und Erzählungen, die sich darin Ausdruck verschaffen (s. Hartmann/Holecek 2011, S. 187f.).

Geplant ist zum Abschluss des Projektes eine Ausstellung im Textile Research Centre, in der die Bevölkerung über das Forschungsprojekt und die Ergebnisse der Recherchen informiert werden.

Blog Textile Reseach Centre Leiden

Text, Fotos und weitere Informationen: Prof. Dr. Bärbel Schmidt.

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Kleidertausch zum Ball der Universität

Fairo Moda startet Projekt "Tauschen statt Kaufen"

Zum Ball der Universität am 18. Januar 2020 können Studierende erstmals bei der Kleider-Tauschbörse "Fairo Moda" festliche Kleidung, Schuhe und Accessoires tauschen statt kaufen. Die Studierende haben die Möglichkeit, die Kleidung dauerhaft abzugeben oder sich mit den Tauschpartnerinnen und -partnern zu vernetzen, um die Garderobe nach dem Ball wieder zurückzugeben.

Das Projekt "Fairo Moda" geht hervor aus der Bachelorarbeit der Textilstudierenden Lesley-Ann Baldwin. Das Projekt wird in der Lehre zum Thema nachhaltiger Konsum von Prof. Dr. Bärbel Schmidt begleitet.

Am 7. und 9. Januar hatten Studierende erstmals die Möglichkeit beim Kleidertausch zum Ball der Universität ihr Outfit für dieses Event zu ergattern. Viele Studierende haben zu diesem Anlass ihre Kleiderschränke auf den Kopf gestellt und ihre Abendgarderobe zur Verfügung gestellt und sich im Gegenzug ein neues festliches Kleidungsstück mit nach Hause genommen, um es zum Ball der Universität und weiteren Feierlichkeiten zu tragen. Neben diesem textilen Austausch kam es zum regen Gedankenaustausch über die Themen Modeproduktion, nachhaltigen Kleiderkonsum und Kleidertausch.

Einige Studierende haben textile Spenden vorbeigebracht, die im späteren Kleidungsverleih ihren Platz finden werden. Das selbe gilt für die festlichen Kleider, die keine neuen BesitzerInnen gefunden haben. Fairo Moda bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen für die engagierte Teilnahme an der Veranstaltung und wünscht allen Gästen einen zauberhaften Ball.

Aktuell: Das Präsidium der Universität Osnabrück hat beschlossen, das Projekt "Fairo Moda: Vestimentäres Nachhaltigkeitsmanagement an der Universität Osnabrück" durch die Finanzierung von Lehraufträgen und Hilfskraftverträgen für zwei Jahre aus Studienqualitätsmitteln in Höhe von insgesamt bis zu 24.500 Euro zu fördern. Das Präsidium erwartet, dass im Rahmen der Antragstellung vom Fachbereich 1, die nachhaltige Implementierung nach Ende der Projektphase eingehalten wird.

Informationen: Textiles Gestalten, Prof. Dr. phil. Bärbel Schmidt, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

Bild: Lesley-Ann Baldwin

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12. Osnabrücker Wissensforum

Prof. Dr. Bärbel Schmidt: "Grüner Knopf. Ist das ökologische Siegel Augenwischerei?"
Einen Abend voller spannender Fragen und Antworten boten Universität und Neue Osnabrücker Zeitung am 15.11.2019 beim 12. Osnabrücker Wissensforum in der ausverkauften Schlossaula unter dem Motto "Zukunft. Fragen. Antworten."

33 Professorinnen und Professoren bezogen auf dem Podium wissenschaftlich Stellung zu Zukunftsfragen, die Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger stellen: Darf man straflos lügen? Hat künstliche Intelligenz ein Bewusstsein? Wer hat die beste Nase im Tierreich? Gibt es das Unbewusste? Wie entsteht ein Ohrwurm? Warum funktioniert der Hass im Netz so gut? Diese und viele weitere Fragen werden gut verständlich in jeweils vier Minuten beantwortet. Wer überzieht, bekommt die Rote Karte.

Prof. Dr. Bärbel Schmidt beantwortete auf dem Podium die Frage einer Leserin zum Grünen Knopf: Ist das ökologische Siegel Augenwischerei?

Moderation: Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück und Ralf Geisenhanslüke, NOZ-Chefredakteur

Video: Prof. Dr. Bärbel Schmidt zum grünen Knopf

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Digitale Textilien

Herausgegeben von Prof. Dr. Birgit Haehnel - Neue Broschüre erschienen

„In Zukunft werden mit elektronischen Leiterbahnen und Minicomputern versehene Textilien eine immer größere Rolle in Sachen mobiler Technologie spielen: Smartphones und MP3-Player werden in die Alltagskleidung integriert, textile Oberflächen können durch LEDs und Bewegungssensoren verändert werden,“ so Prof. Dr. Birgit Haehnel in der soeben im Rasch Verlag veröffentlichten Broschüre „Digitale Textilien“.

Die Broschüre basiert auf einem Kooperationsprojekt des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung. Die Stiftung hat einen sogenannten TouchTomorrow-Truck konzipiert und gebaut, dessen Ziel es ist, Schülerinnen und Schüler durch das Erleben und Ausprobieren von Zukunftstechnologien für Bildungs- und Berufswege im naturwissenschaftlich-technischen MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern.  Die Broschüre von Prof. Dr. Birgit Haehnel zum Thema „Digitale Textilien - Die Zukunft des Textilen Gestaltens“ wird ergänzt durch Beiträge von Laura-Kristin Gustenberg „Der E-Mantel - Planung und Realisierung“ und  Lucia Schwalenberg  „Smart Textiles - Anwendung und Herausforderung“.

Auf 32 Seiten mit zahlreichen Fotos und Abbildungen zeigt die Veröffentlichung Hintergründe und Entstehungsprozess eines digitalen Mantels als Anschauungs-Exponat für den Truck, der Schülerinnen und Schüler von Gesamtschulen und Gymnasien der 7./8. und 11. Klassen beim forschenden Lernen unterstützen soll.

Der digitale Mantel wurde entwickelt und angefertigt in der Kreativwerkstatt des Textilen Gestaltens um, so Prof. Dr. Birgit Haehnel, „die Verbindung von Digitalisierung mit textilen Techniken in der Lehramtsausbildung experimentell zu erforschen.“ Der E-Mantel ist u.a. ausgestattet mit Mikroprozessoren, LED-Elementen, integrierten Lautsprechern und Bewegungssensoren. Die einzelnen Elemente können von Besucherinnen und Besuchern des Science-Trucks über einen Touchscreen mit einer externen Armstulpe gesteuert werden.

Das Projekt wurde interdisziplinär unterstützt von Studierenden der Arbeitsgruppe Didaktik der Informatik am Institut für Informatik der Universität Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Michael Brinkmeier.

Das Thema der Digitalisierung gehört wie die Auseinandersetzung mit Fragen der Nachhaltigkeit zu den Aufgabenbereichen der Lehramtsausbildung im Fach Textiles Gestalten an der Universität Osnabrück. Beide Themen sind in der aktuellen Ausstellung in der Schaufenster-Galererie „Stichpunkt“, Seminarstraße 33 in Osnabrück präsent.

Fotos: Lucia Schwalenberg (rechts unten), Wolfgang Sparenberg (alle weiteren).

Prof. Dr. Birgit Haehnel (Hrsg.)
Digitale Textilien
32 Seiten, zahlreiche teils farbige Abbildungen
Format 14,8 x 21 cm
Bramsche 2019
ISBN 978-3-89946-305-7

Video: Touch Tomorrow Truck - Smart Textiles

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Ersti-Woche im Wintersemester 2019/20

Herzliche Willkommen im Fachgebiet Textiles Gestalten
Montag, 21. Oktober 2019:

17.30 Uhr, Galerie Stichpunkt, Seminarstr. 33: Führung durch die Ausstellung "Erfahrungsort Kleidung"
18.00 Uhr, Raum 05/217, Seminarstr. 33: Kneipentour der Fachschaft Textiles Gestalten
Dienstag, 22. Oktober 2019:
11.00 Uhr, 05/217, Seminarstraße 33: Vorstellung der Lehrenden/Informationsveranstaltung
12.00 Uhr, Galerie Stichpunkt, Seminarstr. 33: Führung durch die Ausstellung "Erfahrungsort Kleidung"
13.00 Uhr, Mensa: Gemeinsames Mittagessen
14.00 Uhr, Raum 05/217, Seminarstr. 33: Workshop & Stundenplanberatung
Mittwoch, 23. Oktober 2019:
9.30 Uhr, Osnabrück-Halle: Offizielle Erstsemster-Begrüßung
21.00 Uhr, Gebäude 15 (Foyer): AStA EW-Party
Donnerstag, 24. Oktober 2019:

13.30 Uhr, Galerie Stichpunkt, Seminarstr. 33: Führung durch die Ausstellung "Erfahrungsort Kleidung"
14.00 Uhr, Raum 05/217, Seminarstr. 33: Workshop & Stundenplanberatung
18.00 Uhr, Raum 05/217: Filmabend der Fachschaft

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Verstärkung im Team

Neue wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Textiles Gestalten
Seit September 2019 ist im Rahmen der Förderung des akademischen Nachwuchses im Fachgebiet Textiles Gestalten Lucia Schwalenberg als neue wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt. Neben ihren Lehrveranstaltungen wird sie an ihrem Dissertationsvorhaben zum Thema "Genius Loci - Textile Erinnerungsorte" bei Prof. Dr. Bärbel Schmidt arbeiten.

Lucia Schwalenberg hat an der Universität München, der Hochschule Hannover und der Kunsthochschule Linz Journalismus und Textildesign studiert. Sie ist Webermeisterin und ausgebildete Waldorfpädagogin. Lucia Schwalenberg arbeitet seit 2012 als Lehrbeauftragte mit dem Schwerpunkt Weberei im Textilen Gestalten. Sie hat den Werkstattbereich des Fachgebietes restrukturiert, den Lochkartenjacquard restauriert und den digitalen Jacquardwebstuhl in den Lehrbetrieb integriert. Lucia Schwalenberg hat in den vergangenen Semestern u.a. die Textilexkursion nach Sri Lanka unter Leitung von Prof. Dr. Bärbel Schmidt begleitet und den Entstehungsprozess des akademischen Schals für die PromovendInnen der Universität Osnabrück. Außerdem hat sie die Entwicklung einer Wolldecken-Kollektion nach Bauhaus-Archivproben von Studierenden für das Tuchmacher Museum Bramsche und die Redaktion der Broschüre "Digitale Textilien" für Prof. Dr. Birgit Haehnel betreut.

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Der akademische Schal der Universität Osnabrück

Entworfen von Studierenden im Textilen Gestalten - Jetzt im Uni-Shop erhältlich
Ein Symbol für die eigenen akademischen Leistungen und die Verbundenheit zur Universität Osnabrück: Im akademischen Schal vereinen sich universitäres Schaffen und Handwerkskunst zu einem Meisterwerk. Der aus italienischer Seide gewebte Schal wurde von Studierenden aus dem Fachgebiet Textiles Gestalten entwickelt und in regionaler Handwerksarbeit auf einem historischen Jacquard-Webstuhl hergestellt. Erstmals wurde er bei der Promotionsfeier 2019 an die erfolgreichen Doktorinnen und Doktoren und Habilitierten der Universität Osnabrück übergeben. Seit Sommer 2019 ist der Schal auch im Unishop erhältlich.

Vom Entwurf zum fertigen Schal
Der Weg des akademischen Schals begann mit der Anfrage des Präsidiums an das Fachgebiet Textiles Gestalten, mit Studierenden einen akademischen Schal der Universität zu entwickeln. Eine willkommene Bitte, weil sich mit dem Uni-Schal-Projekt die Chance bot, den mit Investitionsmitteln neu angeschafften digitalen Jacquard-Webstuhl für eine anspruchsvolle und konkrete Aufgabe in Betrieb zu nehmen. Dies war eine hohe Motivation für die Studierenden und die Lehrenden im Webkurs »Von analog bis digital«.

Die Studierenden recherchierten die Hintergründe akademischer Kleidung und beschäftigten sich mit Symbolen und gestalterischen Elementen der Universität sowie der Stadt Osnabrück. In Skizzen und Entwürfen entwickelten sie Vorlagen, die im digitalen Bildbearbeitungsprogramm überarbeitet, mit Gewebebindungen belegt und am digitalen Jacquard-Webstuhl gewebt wurden. Bei Präsentationen mit dem Präsidium und der Kommunikationsabteilung kristallisierte sich ein Gemeinschaftsentwurf heraus. Auf dem letztendlich realisierten Entwurf wandert das Logo der Universität über den Schal ebenso wie die Studierenden, die die Universität erfolgreich durchlaufen. Die Silhouette Osnabrücks und des Schlosses mit dem Schriftzug »UOS« symbolisiert den zentralen Ort der Universität. In der Mitte verbindet sich das Friedensrad der Stadt mit einer Lilie als Symbol für Weisheit und Erkenntnis und als Sinnbild für den Schlossgarten als zentralem Treffpunkt der Studierenden.

Mit Udo van der Kolk wurde eine regionale Jacquard-Weberei gefunden, die in der Lage ist, nach Designvorlagen in Kleinserie von 100 oder 200 Stück zu weben. Dazu mussten die Bindungen für die Kett- und Schussdichte umgezeichnet und der Kartenlauf mit mehr als 5.000 Jacquard-Karten für die gesamte Schallänge angefertigt werden. Der Schal wird in roter Seide auf schwarzer Baumwolle als Meterware gewebt und mit Saum und Fransen versehen.

Beteiligte Studierende:
Sümeyye Asci, Pauline Becking, Julia Falke Amelie Gieschler, Merve Kocaoglu, Lara Munsch, Naina Josefina Reuter, Julia Schaller, Rieke Scholle, Nesibe Türkaslan, Derya Tuztas.

Beteiligte Lehrende: Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Dipl. Des. Lucia Schwalenberg.

Fotos: Ralf Orlowski (links oben), Lucia Schwalenberg (alle weiteren).

Prof. Dr. Wolfgang Lücke (Hrsg.)
Der akademische Schal der Universität Osnabrück
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl
28 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
Format 21 x 14,8 cm
Universität Osnabrück 2019

Der akademische Schal der Universität Osnabrück

https://www.youtube.com/watch?v=2WFaOG1asos&feature=youtu.be

www.uni-osnabrueck.de/veranstaltungen/zentrale-veranstaltungen/promotionsfeier/

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Auf den zweiten Blick - Bauhaus-Stoffe als Inspiration

Ausstellung mit Studierenden-Entwürfen im Tuchmacher Museum bis 3. November verlängert
Klein und fein liegen sie vor uns: Die Archivproben von Gunta Stölzl, Webermeisterin am Bauhaus. Befestigt auf grauen Pappen in Din A4, mit sauberer Bleistiftschrift mit Anmerkungen versehen, um Patronenzeichnungen und Einzüge ergänzt. Manchmal flüchtig, fast fragmentarisch, manchmal ausführlich mit Colorits und Variationen ergänzt. Das Universum und Vermächtnis einer Weberin mit Strahlkraft für die textile Welt. In Groningen, kurz hinter der niederländischen Grenze, liegt der Archivbestand ausgebreitet im Arbeitsraum der Stölzl-Tochter Monika Stadler. Gemeinsam mit der studentischen Mitarbeiterin Mirjam Deckers sichtet, inventarisiert und verwahrt Monika Stadler das textile und kulturelle Erbe ihrer Mutter. Jede Textilkennerin  zieht der Anblick solcher Archivproben in den Bann. Assoziationen entstehen zum Experimentieren mit Materialien und Farbstellungen, zum Mustern und Sammeln, zur Weiterentwicklung und dem Verfeinern von Bindungen, dem Verändern durch Skalieren der Proportionen oder durch Details der Schussfolge - Ideen für Serien, Kollektionen und Abwandlungen.

Kerstin Schumann, Museumsleiterin am Tuchmacher Museum Bramsche sowie Annette Hülsenbeck und Lucia Schwalenberg von der Universität Osnabrück suchen die passenden Proben aus für die Ausstellung „Auf den zweiten Blick - Bauhaus-Stoffe als Inspiration“. In Kooperation mit dem Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück würdigt das Museum zum 100jährigen Bauhaus-Jubliäum 2019 die Bauhausweberin mit dieser besonderen Ausstellung basierend auf Gunta Stölzls Musterarchiv.


Projekt Bauhaus Webwerkstatt im Textilen Gestalten der Universität Osnabrück
Ausgehend von ausgewählten Proben lassen sich die Studierenden im „Projekt Bauhaus-Webwerkstatt“  an der Universität Osnabrück inspirieren, arbeiten die Proben nach, interpretieren sie neu, passen sie den technischen Gegebenheiten des Jacquardwebstuhls im Museum an. Zum Einsatz im Webkurs im Lehramtsstudium Textiles Gestalten kommen neben unterschiedlichen Musterwebstühlen des Fachgebietes und dem restaurierten Lochkartenjacquard samt Kartenschlagmaschine vor allem der neu angeschaffte digitale Handjacquard-Webstuhl TC2, der die Umsetzung der Proben in der knappen Seminarzeit mit 14 Studierenden überhaupt erst möglich macht.

Während die Studierenden an den Proben arbeiten, begutachten und reparieren die Technikexperten Wolfgang Sternberg und Hans-Heinrich Schwalenberg im Tuchmacher Museum die Kartenschlagmaschine. Erstmals in der zwanzigjährigen Geschichte des Museums ist sie im Einsatz. Erstmals werden in dieser Ausstellung zu den vorhandenen drei historischen Kartenläufen selbst geschlagene Muster im Museum gewebt.

Jacquardkarten für die Ausstellung

Nach einer Schulung an der Kartenschlagmaschine stanzen die Museumstechniker Antonio Torres und Volker Leismann in hochkonzentrierter Arbeit die Entwürfe Gunta Stölzls und der Osnabrücker Studierenden in Jacquardpappen. Schussreihe für Schussreihe lesen die Beiden je 400 Positionen von der Patrone ab und übertragen die Bindungspunkte in Lochungen. Sie nähen die Kartenläufe am Nähbrett zusammen und hängen den Lauf in das Jacquardprisma ein. Für alle Beteiligten ein beglückender Moment, als die ersten Kartenläufe schließlich das richtige Musterbild ergeben, manchmal noch korrigiert werden müssen, manchmal auch auf Anhieb klappen.

Exklusive Wolldecken-Kollektion für den Museumsshop
Die Proben sind passend zum Thema Wolldecken ausgewählt. Wolldecken gehören zu den traditionellen Produkten der Tuchmacher, die in Bramsche über 400 Jahre gemeinschaftlich feine Wolltuche herstellten. Heute setzt das Museum die Produktion auf über 100 Jahre alten Maschinen am authentischen Standort fort und ist Bestanddteil der Route der Industriekultur.

Die aus den Stölzl-Proben entwickelten Wollstoffe sind exklusiv zur Ausstellungseröffnung im Museumsshop als Kollektion erhältlich. Ein neues Sortiment für das Museum. Eine neue Erfahrung auch für Besucher und Besucherinnen, die den Weg von der Inspirationsquelle, dem Entwurf, dem Kartenschlagen bis zum Weben und dem fertigen Produkt in einer anschaulichen Einheit nachvollziehen können. Ein Großteil der Wollgarne für die Produktion wird auf museumseigenen Maschinen, wie der Krempelmaschine und dem Selfaktor, hergestellt.

Das Tuchmacher Museum: Bramscher Rot für die Kollektion
Das Tuchmacher Museum Bramsche ist mit seinen historischen Gebäuden der Tuchmacher-Innung idyllisch am Flussufer der Hase gelegen. Insbesondere die als Uniformstoffe hergestellten Tuche im leuchtenden „Bramscher Rot“ machten die Tuchmachergilde berühmt. Den Farbstoff für den besonderen Rot-Ton gewann der Schönfärber der Gilde aus den Wurzeln der Krapppflanze.
Es liegt nahe, dass das Bramscher Rot im Kooperationsprojekt des Tuchmacher Museums und der Universität Osnabrück zu den Archivproben Gunta Stölzls eine Rolle spielt. Neben neutralen Tönen von weiß bis grau, enthält die Probenauswahl der Studierenden eine Palette an roten Entwürfen. Ein Teil der Entwürfe wird ergänzend zum Museumsjacquard an der Schaftmaschine des Museums auf einer roten Wollkette gewebt und nach dem Walken und Rauhen zu Wolldecken verarbeitet.

Für die Studierenden ist es motivierend, sich mit einer anspruchsvollen und konkreten Aufgabe  zum 100jährigen Bauhaus-Jubiläum auseinanderzusetzen. Und das für das wenige Kilometer von Osnabrück entfernte Tuchmacher Museum, das die Studierenden aus Exkursionen und Projekten schätzen. Die Aussicht, die Entwürfe am Jacquardwebstuhl des Museums zu realisieren und die entstehenden Wolldecken im Museumsshop zu präsentieren, ist zusätzlicher Ansporn. In Gruppenarbeit konzentrieren sich die Studierenden bei der Entwicklung und Umsetzung der Archivproben von Gunta Stölzl auf diejenigen Entwürfe, die am Museumsjacquard technisch umsetzbar sind. Dies sind Entwürfe im Schussdouble für „Polka-Dots“ und einen handgezeichneten Entwurf Gunta Stölzls sowie die Umsetzung des Museumslogos in Form eines Weberschiffchens. Außerdem Gewebe in Flechtköper und Waffelbindung, die aufgrund der Fadendichten und Platinenzahl am Museumswebstuhl von 14 auf acht Schäfte adaptiert werden.

Werkstattarbeit am Bauhaus als pädagogische Grundlage
Die Lehramtsstudierenden im Textilen Gestalten setzen sich in diesem Projekt mit dem Thema Werkstattarbeit und ästhetische Erziehung in der Bauhaus-Pädagogik auseinander. Das Bauhaus steht als reformpädagogische Hochschulbewegung mit Strahlkraft weit über die deutschen Grenzen hinaus als Leuchtturm für fruchtbare pädagogische und gestalterische Arbeit in den Werkstätten als Grundlage einer fundierten Ausbildung der Studierenden.

Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung im Tuchmacher Museum ist die Frage, wie Stoffe für Bekleidung im Bauhaus ausgesehen haben könnten. Bei der Sichtung der Musterkarten im Archiv Gunta Stölzls stieß die Textil- und Bekleidungswissenschaftlerin Annette Hülsenbeck auf überraschende Entdeckungen. Sie fand in einer Ausgabe der Vogue von 1929 Abbildungen sehr ähnlicher Stoffmuster für die Produktion von Kleidern.

Dies war der Ausgangspunkt, das Thema „Kleidung am Bauhaus“ für die Ausstellung weiter zu verfolgen. „Auf den zweiten Blick“ förderten die Recherchen von Annette Hülsenbeck Texte von Bauhäuslerinnen zum Thema Mode, Stoffe und Kleider zu Tage. Parallel griff eine Gruppe von Textil-Studierenden das Thema auf. Unter der Anleitung der Textilkünstlerin Hiltrud Schäfer und der Textildesignerin Corinna Boknecht entwickelten sie vom Bauhaus-Design inspirierte Kleiderentwürfe als Papiermodelle mit experimentellem Charakter.

Beteiligte Studierende: Canan Barcin, Julia Falke, Amelie Gieschler, Bilâl Enes Görmez, Elena Hardeenberg, Joana van der Kolk-Dölling, Karoline Meyer-Hollje, Laura Möller, Naina Reuter, Julia Schaller, Nesibe Türkaslan, Derya Tuztas, Betül Yeyet, Duygu Yildrim. (Bauhaus-Webwerkstatt)
Sümeyye Asci, Fabienne Becker, Pauline Becking, Alexander Büsing, Milena Czeczor, Johanna Erwardt, Julia Falke, Jelke Kristin Färber, Lena Feldkamp, Marie Fink, Tunc Güney, Elena Hardenbeg, Gesche Hillmann, Leonie Hof zum Berge, Carolin Jankowski, Büsra Karakaya, Büsra Kayatas, Marie-Theres Kempermann, Anna-Katharina Kestel, Merve Kocaoglu, Karoline Meyer-Hollje Lara Munsch, Gülnaz Mutlu, Sabrina Müller, Carmen Norda, Carolin Polaczyk, Josefine Porompka, Neeske Caecilia Luise Remy, Annette Sander, Julia Schaller, Rieke Scholle, Susanne Schweigel, Lara Spannhoff,, Charlotte Tellmann, Zeynep Uygur, Lisa Verheyden, Anja Völlmer, Zaklina Vojvodic, Anna Wandscher, Betül Yeyit, Duygan Yildirim. (Bauhaus-Mode)

Beteiligte Lehrende: Dipl. Des. Lucia Schwalenberg (Bauhaus-Webwerkstatt), Dipl. Päd. Annette Hülsenbeck und Hiltrud Schäfer (Bauhaus-Mode)

Fotos: Ralf Orlowski (links oben), Lucia Schwalenberg (alle weiteren).
Text:
Kerstin Schumann/Lucia Schwalenberg

Hülsenbeck, Annette/Schumann, Kerstin/Schwalenberg, Lucia/Thörner, Ilka
Auf den zweiten Blick. Bauhaus-Stoffe als Inspiration
80 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
Format 14,8 x 21 cm
Bramsche 2019
ISBN 978-3-89946-302-6

Video zum Bauhaus-Projekt

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Digitale Woche

Textiles Gestalten beteiligt sich an Erstveranstaltung der Stadt Osnabrück

Mit den Themen Smart Textiles und der Vorführung des digitalen Jacquard-Webstuhls beteiligt sich das Fachgebiet Textiles Gestalten an der erstmaligen Digitalen Woche der Stadt Osnabrück im Juni 2019.

Schwerpunkt der Führung ist die Präsentation des Enstehungsprozesses eines digitalen Mantels als Exponat für den TouchTomorrow-Truck der Dr. Hans Riegel-Stiftung. Der im Textilen Gestalten in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Studierenden der Didaktik der Informatik entwickelte sogenannte E-Mantel soll Schülerinnen und Schülern als Besuchern eines Science-Trucks die Mint-Fächer (Mathemathik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) nahebringen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation ist die für den Bereich der Textilpädagogik deutschlandweit einzigartige Ausstattung mit einem digitalen Jacquardwebstuhl  des Fachgebietes Textiles Gestalten.

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„Von Muziris nach Bohmte: wie der Blaudruck ins Osnabrücker Land kam.“

Vortrag von Georg Stark, Blaudrucker aus Jever, im Fachgebiet Textiles Gestalten

Datum: 17.4.2019
Uhrzeit:
18.00 Uhr
Ort:
Universität Osnabrück/Textiles Gestalten, Seminarstr. 33-34, Raum 05/21

Foto: Prof. Dr. Bärbel Schmidt

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Besuch der Universitätsgesellschaft

Universitätsgesellschaft Osnabrück zu Gast im Textilen Gestalten

"Wir beflügeln Ideen!", so der Leitspruch der Universitätsgesellschaft Osnabrück.

Unter diesem Motto unterstützt die Universitätsgesellschaft den akademischen Schal für die Promovendinnen und Promovenden der Universität Osnabrück, den Studierende des Textilen Gestaltens entworfen haben. Der akademische Schal für alle erfolgreichen Doktorinnen und Doktoren sowie Habilitierten wird bei der ersten Promotionsfeier an der Universität Osnabrück im Juli 2019 erstmals verliehen.

Die Unterstützung für dieses ambitionierte und erfreuliche Projekt war der Anlaß für die Universitätsgesellschaft dem Fachgebiet Textiles Gestalten im April 2019 einen Besuch abzustatten. Unter Leitung des Vorsitzenden René Riesner und in Begleitung zahlreicher Mitglieder der Universitätsgesellschaft sowie der Präsidialreferentin Dr. Janina Majercyk standen vom Fachgebiet Prof. Dr. Birgit Haehnel, Prof. Dr. Bärbel Schmidt, die Masterstudentin Laura-Kristin Gustenberg und die Textildesignerin Lucia Schwalenberg Rede und Antwort. Besonderes Augenmerk des Besuches lag auf dem Entstehungsprozess des akademischen Schals durch Studierende des Fachgebietes am digitalen und am Lochkartenjacquard-Webstuhll des Faches und dem Thema Digitale Textilien im Rahmen eines Projektes für einen Science Truck.

Eine Präsentation der Blau-Druck-Ausstellung in der Galerie "Stichpunkt" des Fachgebietes und der Archivierung von vestimentären Exponaten rundeten den interdisziplinären universitären Gedankenaustausch ab.

Fotos: Lucia Schwalenberg

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Aus alt mach neu! Lesley-Ann Baldwin und Prof. Dr. Bärbel Schmidt (v. l.) im Kleiderarchiv des Faches Textiles Gestalten.

Mit „Fairo Moda“ gegen den Massenkonsum

Textilstudierende etwickelt Konzept für nachhaltige Fashionindustrie
Noch nie haben wir so viel Kleidung besessen wie heute. Im Durchschnitt kaufen die Deutschen bis zu 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Muss das wirklich sein? Das fragt sich auch Lesley-Ann Baldwin, Studentin des Fachgebietes Textiles Gestalten an der Universität Osnabrück. Auf diese Frage hin konzipierte sie eine Studierendenfirma, die die Modeindustrie nachhaltig verbessern soll.

Studierende sollen zukünftig Kleidungsstücke ausleihen und laufend tauschen können, anstatt sie wegzuwerfen. Zusätzlich verbindet Baldwin den Verleih mit einem geplanten Modul für ihr Fach, um Praxis und Lehre zu verbinden. Die Studentin ist im Wettbewerb „Let's Change the Fashionsystem“ von FEMNET e.V. als Favoritin nominiert.

Überproduktion und schnelllebige Trends
Die heutige Modebranche sei eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt. Durch Überproduktion und schnelllebige Trends werden Ressourcen verschwendet. Die Natur wird verschmutzt und durch Pestizide belastet, so Baldwin. „Die Missstände in der Textilindustrie sind unserer Gesellschaft durchaus bekannt, werden jedoch viel zu wenig thematisiert“, kritisiert sie. Die Verleihstelle „Fairo Moda“ und ihr geplantes Modul zum „Nachhaltigkeitsmanagement“ im Textilen Gestalten der Universität sollen über die Zustände aufklären. Studierenden sollen in nachhaltigem Konsumverhalten vor Ort unterstützen werden.  

Zentrale Kleider-Verleihstelle für Studierende
Baldwin hat das Konzept für „Fairo Moda“ detailliert ausgearbeitet: In einer zentralen Verleihstelle auf dem Campus sollen sich Studierende Kleidungsstücke für Alltag und besondere Anlässe ausleihen und diese während der Geschäftszeiten tauschen können. Die Studentin erklärt: „Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek – nur mit Kleidung statt mit Büchern.“ Wissenschaftliche Hilfskräfte und Studierende sollen die Abläufe der Verleihstelle von „Fairo Moda“ sowie die Arbeitsbereiche Visual Marketing und Event Planning regeln. Für den Verleih soll zu Kleiderspenden aufgerufen und Secondhandware eingekauft werden. Baldwin will zudem mit lokalen, nachhaltig produzierenden Jungdesignerinnen und –designern zu kooperieren.  

Lehrmodul zur Nachhaltigkeit
Das geplante Modul zum „Nachhaltigkeitsmanagement“ soll „Fairo Moda“ direkt mit der universitären Lehre verbinden. Bärbel Schmidt, Professorin für Textil- und Bekleidungswissenschaften an der Universität Osnabrück, hat Baldwin von Beginn an bei ihrer Arbeit begleitet und unterstützt. „Das gesamte Konzept ist bis ins Detail durchdacht“, erläutert die Professorin. „Praxis und Lehre finden zahlreiche fächerübergreifende Schnittpunkte. Es könnten Seminare aus Wirtschaftswissenschaft, Biologie oder Geographie integriert werden“. Die Modulbeschreibung könnte in über 30 Fächern sowohl in die Didaktik als auch in den Professionalisierungsbereich der 2-Fächer-Bachelor eingegliedert werden, so Baldwin und Schmidt.  

Theorie und Praxis zur Modeindustrie
In den Seminaren sollen sich die Studierenden mit ökologisch und ökomischen Themen sowie mit der Politik der Modeindustrie auseinandersetzen. Ihre Ideen könnten sie dann bei „Fairo Moda“ und außerhalb der Universität in die Praxis umzusetzen. „Unser Ziel ist es, vor allem die Fachdidaktik zu prägen“, erläutert Baldwin. „Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen ihr Wissen nach außen tragen und die jüngere Generation für das Thema einer fairen, nachhaltigen Industrie sensibilisieren“. Schmidt ergänzt: „Wir müssen Verantwortung übernehmen und gezielt darüber nachdenken, wie wir die Erde für die kommenden Generationen hinterlassen wollen.“  

Suche nach Unterstützung
Damit ihr Konzept umgesetzt werden kann, hat sich Baldwin beim Wettbewerb „Let's Change the Fashionsystem“ des gemeinnützigen Vereins FEMNET e.V. beworben. Die Studentin hat ihr Konzept außerdem für das Projekt „LehrZeit an der Uni Osnabrück“ eingereicht, um im Rahmen des Strategiepakets Lehre gefördert zu werden.

Foto: Elena Scholz
Text:
Marie Thiele

Informationen:
Prof. Dr. phil. Bärbel Schmidt, baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de
Lesley-Ann Baldwin, ebaldwin@uni-osnabrueck.de

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