FB 01: Kultur- und Sozialwissenschaften

Textiles Gestalten


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Modul Kontexte des Textilen und Prüfung

Allgemeines und Ablauf: Bei der Kontexte-Prüfung geht es um folgende Qualifizierungsziele: Erschließen eines komplexen textilen Sachverhaltes, Einordnung dieses Sachverhaltes in interdisziplinäre Kontexte, kritische Bewertung und Klassifizierung von Quellen und Forschungsliteratur zum Sachverhalt, Erkennen, Reflexion und Anwendung von Verbindungen zwischen Textilwissenschaft und benachbarten Disziplinen. Zu den Inhalten gehören unter anderem historische und gegenwärtige Dimensionen von Material, Verarbeitung und Gebrauch von Textilien, Methoden der kulturwissenschaftlichen Textil- und Kleidungsforschung, Methoden der Objektanalyse und -interpretation, Medien in der Textilproduktion, Perspektiven interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Angebotsturnus: Nur im Sommersemester wird ein neues Oberthema angeboten, für das dann über das Sommer- und das Wintersemester insgesamt drei Seminare belegt werden müssen. Die Prüfung findet dann direkt im Anschluss im April des darauffolgenden Jahres statt. Für diese Prüfung sind die entsprechenden Seminare in zwei aufeinander folgenden Semestern zu studieren. Für Studierende, die aufgrund eines Auslandsaufenthalts, wegen einer Schwangerschaft oder aus Krankheitsgründen den Besuch der Veranstaltungen im Wintersemester nicht abschließen können, wird im darauffolgenden Sommersemester ein Nachholseminar ausgewiesen. Die Prüfung findet dann im Wintersemester, i. d. R. im November statt. Um kontinuierlich in einen Dialog über die Gestaltung der Objekte oder dem Thema der wissenschaftlichen Hausarbeit zu treten, bietet das Fachgebiet ein Kolloquium an, das Studierende auf freiwilliger Basis besuchen können. Der Besuch des Kolloquiums ist keine Voraussetzung für die Prüfung, sondern dient der Unterstützung der Studierenden bei der Themenfindung sowie bei der Bearbeitung ihres Prüfungsthemas.

Voraussetzungen: Voraussetzung für die Anmeldung zur Kontexte-Prüfung ist die nachgewiesene Teilnahme an drei Veranstaltungen des Kontexte-Moduls zu dem jeweilig geltenden Oberthema. Außerdem müssen das Modul TXG-E-SMK und mindestens eines der anderen Pflichtmodule erfolgreich abgeschlossen sein sowie insgesamt fünf Exkursionen mit den entsprechenden Formularen nachgewiesen werden. Die formalen Vorgaben für die Dokumentation finden sich auf der Homepage des Fachgebietes im Merkblatt "Formale Anforderungen zu Prüfungsleistungen im Fachgebiet Textiles Gestalten" unter Downloads.

Für die Kontexte-Prüfung kann entweder ein Objekt erstellt werden, inklusive einer Projektpräsentation vor Ort (Ausnahme Corona: Videopräsentation) oder eine wissenschaftliche Hausarbeit im Umfang von 15 – 20 Seiten. Die Arbeit muss in Bezug zum Oberthema des Kontexte-Moduls stehen. Die Formulare für die Modulbescheinigungen finden sich unter Downloads.

Weitere Informationen:  Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt.

Foto: Lucia Schwalenberg

Bildtext: Kontexteprüfung von Lykka Pohlmann "Upcycling-Jeansjacke" mit abknüpfbarer Jackentasche mit reflektierenden und leitenden Garnen. Vielen Dank an Madeira Garnfabrik/Freiburg für das Sponsoring der Garne.

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Kontexteprüfung zum Thema Upcycling

Vom Brautkleid bis zum Färben mit Pflanzenabfällen

In ihrer Kontexteprüfung setzten sich Studierende des Textilen Gestaltens mit dem Schwerpunktthema Upcycling auseinander. Die Bandbreite der Prüfungsarbeiten reichten von der überarbeiteten Brautkleid aus einer ebay-Schenkung über das Färben mit Pflanzenabfällen oder die Entwicklung eines Roll-Top-Rucksacks aus einem Segel bis zur kollektiven Erarbeitung einer Sitzecke mit Jeans-Bodenkissen mit Grundschulkindern.

Lehrende:  Prof.in Dr.in Bärbel Schmidt und Lucia Schwalenberg

Foto: Lucia Schwalenberg

Bildtext: Kontexteprüfung der Textilstudierenden Marie-Christine Fink "Entwicklung einer Lernkiste zu Pflanzenfarbstoffen"

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Kontexte des Textilen

Kontexteprüfung "remember"

Ein Beispiel für die Kontexte-Prüfung ist die Arbeit der Textilstudierenden Anja Leshoff. Unter dem Titel "remember" hat sich Anja Leshoff unter dem Oberthema Nachhaltigkeit konkret mit Jeans auseinandergesetzt:

"Für mich gehören Kleidungsstücke aus Jeans bzw. Denim zum Alltag dazu. Doch welches Potenzial steckt in aussortierten, abgelegten und geliebten Jeans eigentlich noch? Wie kann ich Jeans mit kleinen Fehlern oder Retouren als Ressource nachhaltig nutzen? In meiner Kontexte‐Prüfung mit dem Oberthema Nachhaltigkeit entwickelte ich mein 'remember'‐Konzept. Aus retournierten, abgelegten, abgetragenen, geliebten und geschenkten Jeans entstand ein neues, hochwertiges Kleidungsstück mit durchdachtem Design. Der Parka, gefertigt aus Denim von über 25 verschiedenen Jeanskleidungsstücken, ist die optimale Wertschätzung für die bereits vorhandenen Textilien und durch die Wiederverwendung sehr nachhaltig. Jedes einzelne Stück Stoff des Parkas soll eine bereits vorhandene Erinnerung im deklarativen Langzeitgedächtnis aktivieren. Diese Erinnerungen habe ich in einem Booklet zusammengefasst und mit Nummern am Parka verbunden. So ist der Parka nicht nur ein Kleidungsstück, sondern ein nachhaltiges Produkt mit einem besonderen, sehr persönlichen Bezug zu Dingen, die nicht vergessen werden sollten." Anja Leshoff.

Video "remember", Kontexte-Prüfung Anja Leshoff.

Fotos: Anja Leshoff

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